INFO 643

Wir sind Multiplikatoren!!! – Bitte die Petition unter die Leute bringen!

Liebe Kolleg*innen,

WIR SIND MULTIPLIKATOREN!!! –
Bitte die Petition unter die Leute bringen:
https://www.openpetition.eu/at/sspsz

Viele Kolleg*innen haben um eine Vorlage für einen Begleittext gebeten, um Eltern und Schüler*innen auf die Petition aufmerksam zu machen. Deshalb im Anhang (PDF) und unten (P.S.) zwei Versionen:

  1. für Musikschulen ohne Prüfungsordnung
  2. für Musikschulen mit Prüfungsordnung

ANHANG: https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2026/02/Petition-Pruefungsordnung-Textvorlagen-Eltern.pdf

Bei Weitergabe bitte um Rücksprache mit eurer Musikschulleitung!

Danke für eure tatkräftige Unterstützung!

+ + +

Außerdem möchten wir nochmals an die Umfrage erinnern:
https://xn--ms-n-8qa.services4science.com/survey/index.php/235755?lang=de

  • Wie sehen Sie der Zukunft des NÖ Musikschulwesens entgegen?
  • Wie gut fühlen Sie sich darüber informiert, welche Auswirkungen die vor 2 Jahren beschlossenen gesetzlichen Änderungen in den nächsten Jahren auf Ihren Arbeitsplatz haben könnten?
  • Bemerken Sie bereits jetzt Veränderungen durch die neuen Gesetze?

…und weitere Fragen zu den Auswirkungen der Gesetzesänderungen (2 Jahre danach)…

Danke für alle bereits ausgefüllten Antworten!

Bitte weiterhin um zahlreiche Teilnahme
und Weiterleitung des Links an Kolleg*innen!

EURE MEINUNG IST WICHTIG UND RELEVANT!

Mit freundlichen Grüßen
Euer Infonetzwerk-Team

P.S.:

Textvorlagen für die Weitergabe der Petition zum Übertrittsprüfungssystem an Eltern & Schüler*innen:

1. für Musikschulen ohne Prüfungsordnung:

Liebe Eltern,
bitte um Unterstützung der folgenden Petition
gegen ein starres Übertrittsprüfungssystem –
für Gestaltungsspielraum an NÖ Musikschulen:

https://www.openpetition.eu/at/sspsz

Derzeit haben wir an unserer Musikschule eine eigene Regelung, die uns erlaubt, sehr individuell abgestimmt zu unterrichten. Das könnte sich ändern, falls die Musikschule aufgrund neuer Fördervorgaben unter Druck gerät, die Prüfungsordnung des Landes zu übernehmen.
Bitte setzt euch mit uns Lehrkräften für eine Musikschule ein, die in erster Linie motivierend und inspirierend sein soll. Bitte unterzeichnet die Petition und helft mit, den Link zu verbreiten – vielen Dank!

2. für Musikschulen mit Prüfungsordnung:

Liebe Eltern,
bitte um Unterstützung der folgenden Petition
gegen ein starres Übertrittsprüfungssystem –
für Gestaltungsspielraum an NÖ Musikschulen:

https://www.openpetition.eu/at/sspsz

An unserer Musikschule wurde die Prüfungsordnung bereits übernommen. Hoffentlich habt ihr und eure Kinder persönlich damit nur gute Erfahrungen gemacht. Manche Schüler*innen tun sich jedoch leider schwer damit.
Bitte setzt euch mit uns Lehrkräften für ein Musikschulwesen ein, das für Alle da ist, und das in erster Linie motivierend und inspirierend sein soll. Bitte unterzeichnet die Petition und helft mit, den Link zu verbreiten – vielen Dank!

Kurzfassung mit den zentralen Forderungen (als alternativer Zusatztext):

DAS GRAS WÄCHST NICHT SCHNELLER, WENN MAN DARAN ZIEHT

  • Wir möchten, dass uns und unseren pädagogischen Konzepten Vertrauen entgegengebracht wird.
  • Wir brauchen ein flexibles System, das der Heterogenität unserer Schüler und unserer Arbeitsplätze gerecht wird.
  • Wir brauchen unterschiedliche Umgangsweisen für unterschiedliche Voraussetzungen: Schüler, die Gruppenunterricht oder 25-minütige Unterrichtseinheiten bekommen, müssen andere Zielvorgaben haben, als solche, die 50-minütigen Einzelunterricht bekommen.
  • Wir möchten Lernschwierigkeiten und Ängsten (Legasthenie, Konzentrationsprobleme, Prüfungs- und Auftrittsangst) mit Unterstützung begegnen, anstatt mit Vorschriften.
  • Wir brauchen keine Zwangsmaßnahmen, die einen zusätzlichen schädlichen Druck erzeugen, sondern Motivation und Erfolgserlebnisse für unsere Schüler, egal wie klein die Schritte sein mögen.
  • Wir brauchen Gestaltungsspielraum, um alle unsere Schüler optimal begleiten zu können.
  • Wir möchten weg von einem starren Prüfungssystem hin zu einem Prozess der kreativen Entfaltung.

https://www.openpetition.eu/at/petition/online/gegen-ein-starres-uebertrittspruefungssystem-fuer-gestaltungsspielraum-in-den-noe-musikschulen

Infonetzwerk NÖ Musikschullehrer/innen
www.noe-musikschulinfo.net
noe-mslehrer@gmx.at

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INFO 642

Petition Prüfungsordnung &
neue Verwaltungssoftware ARTus

Liebe Kolleg*innen,

bitte um Unterstützung der folgenden Petition: 
https://www.openpetition.eu/at/petition/online/gegen-ein-starres-uebertrittspruefungssystem-fuer-gestaltungsspielraum-in-den-noe-musikschulen

Der kürzliche Appell zur Prüfungsordnung im Dialog ist auf sehr positive Resonanz gestoßen ist, und der Beschluss über eine mögliche Einführung der Prüfungsordnung als Förderkriterium steht kurz bevor (die Musikschulbeiratssitzung ist normalerweise im März). Daher haben wir in Anlehnung an den Appell an die Kolleg*innen eine Petition an die politischen Verantwortlichen verfasst:

Gegen ein starres Übertrittsprüfungssystem –
für Gestaltungsspielraum in den NÖ Musikschulen

Kurz-URL: https://www.openpetition.eu/at/sspsz

Bitte unterschreiben und weiterleiten!
(Kolleg*innen, Schüler*innen, Eltern, Musikstudent*innen, …)

Druckversion: Petition Prüfungsordnung (PDF)
https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2026/02/Petition-Pruefungsordnung.pdf

– – –

Unter folgendem Link berichtet die MKM NÖ GmbH über den “Startschuss” für das neue Musikschulverwaltungsprogramm ARTus NÖ des Grazer Unternehmens bit media education solutions GmbH:

ARTus NÖ
https://www.mkmnoe.at/aktuelles/news/detail/startschuss-fuer-artus-noe-das-neue-musikschulverwaltungsprogramm
bit media education solutions GmbH
https://www.bitmedia.at/

  • Weiß jemand etwas über die Hintergründe, die zu dem Wechsel geführt haben?
  • Ab bzw. seit wann ersetzt ARTus das bisherige Verwaltungsprogramm EdWin?
  • Gibt es bereits erste Erfahrungen mit der neuen Software und dem Übertragen der Daten?

Neuigkeiten und Informationen zum Weiterleiten übers Infonetzwerk bitte an:
noe-mslehrer@gmx.at

– – –

Vielen Dank für die bereits zahlreiche Teilnahme an der zweiten Umfrage zu den Auswirkungen der Änderungen im Dienst- und Förderrecht (siehe vorige INFO)! 

Hier nochmals der Link zur Umfrage:
https://shorturl.at/bnNsH

INFO 641: Umfrage Nr. 2:
Auswirkungen der Gesetzesänderungen 2 Jahre später
https://infonetzwerk.oberwalder.info/2026/02/info-641/

Mit freundlichen Grüßen 
Euer Infonetzwerk-Team

Infonetzwerk NÖ Musikschullehrer/innen
www.noe-musikschulinfo.net
noe-mslehrer@gmx.at

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INFO 641

Umfrage Nr. 2: Auswirkungen der Gesetzesänderungen 2 Jahre später

Liebe Kolleg*innen!

UMFRAGE:
https://shorturl.at/bnNsH

Laut NÖ Gemeindebund ist die Musikschulentwicklung “voll IM TAKT”.
Laut folgendem Artikel “trägt die Qualitätsoffensive der vergangenen Jahre nachhaltig Früchte”.
“Statt heute 113 Musik- und Kunstschulen (2025/26) künftig rund 77 Musikschulen und Verbände …”
https://noegemeindebund.at/musikschulentwicklung-in-noe-voll-im-takt/ (PDF)

Wie geht es euch mit den Verbands-Zusammenlegungen? Empfindet ihr die “modernen Strukturen” der bevorstehenden Musikschullandschaft als “optimiert”, “übersichtlich” und “effizient”? Bringen sie “optimale Rahmenbedingungen fürs Musizieren – für Schülerinnen und Schüler ebenso wie für Lehrkräfte und Gemeinden”?

Bitte um Teilnahme an der neuerlichen Umfrage zu den Auswirkungen der Änderungen im Dienst- und Förderrecht 2 Jahre nach den Gesetzesbeschlüssen:
https://xn--ms-n-8qa.services4science.com/survey/index.php/235755?lang=de
(ANHANG)
Laufzeit 2 Monate bis inklusive 6. April 2026 (Ostermontag)

Um die Ergebnisse vergleichen zu können, haben wir die gleichen Fragen bereits vor 2 Jahren gestellt (siehe INFO 585). Hier der Link zu den ersten Umfrage-Ergebnissen (März – Mai 2024):
https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2024/05/Umfrage-SS2024-Ergebnisse.pdf
Mindestens eine weitere Umfrage ist noch geplant, sobald die neuen Musikschulgesetz-Bestimmungen in Kraft getreten sind …

Mit freundlichen Grüßen
Euer Infonetzwerk-Team

P.S.:

Falls sich durch die Verbands-Zusammenlegungen die Musikschul-Namen und dadurch auch die Mail-Adressen ändern oder schon geändert haben: Wer unsere Infonetzwerk-Nachrichten weiterhin bekommen möchte, bitte um Bekanntgabe der neuen Kontakt-Daten!

… an:
noe-mslehrer@gmx.at
Vielen Dank im Voraus!

Infonetzwerk NÖ Musikschullehrer/innen
www.noe-musikschulinfo.net
noe-mslehrer@gmx.at

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INFO 640

IRRTÜMER: Fortbildungen &
Leserbrief zum Rechnungshofbericht

Liebe Kolleg*innen,

herzlichen Dank für die zahlreichen positiven Rückmeldungen auf die vorige INFO 639 (Appell zur Prüfungsordnung im Dialog) und die Diskussions-Beiträge im Forum!

INFO 639: https://infonetzwerk.oberwalder.info/2026/01/info-639/
Appell: https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2026/01/Appell-Pruefungsordnung.pdf
Forum: https://414971.forumromanum.com/member/forum/forum.php?action=std_tindex&USER=user_414971&threadid=1172437975

Vielen Dank auch für den nachfolgenden Leserbrief zur vorletzten INFO 638, und zwar zur Fortbildungs-Empfehlung im Rechnungshofbericht über die Musikschule Staatz:

Es wäre zu erheben, ob alle Lehrpersonen an der Musikschule Staatz über eine Fortbildung verfügen, und darauf hinzuwirken, dass alle Lehrpersonen regelmäßig an Fortbildungen teilnehmen.
Rechnungshofbericht Gemeindeverband Musikschule Staatz, S. 64: https://www.rechnungshof.gv.at/rh/home/home/2025_5_NOe_Gemeindeverband_Musikschule_Staatz.pdf
INFO 638: https://infonetzwerk.oberwalder.info/2026/01/info-638/

Liebes Infonetzwerk-Team! Wie kommt der Rechnungshof darauf, Fortbildungen von Lehrpersonen zu fordern? Seit wann ist der Rechnungshof für pädagogische Fragen zuständig??? Wenn er die Aufsicht über alle niederösterreichischen Musikschulverbände hat: Ist ihm nicht aufgefallen, dass deren Buchhaltungen kaum jemals Belege zu finden sind, dass Fortbildungskurse bezahlt werden, oder wird hier auch auf “Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit” geachtet? Wie kommt er darauf, dass auch nur eine Lehrperson über keine Fortbildung verfügt? Wir bilden uns dauernd weiter, nur halt auf eigene Kosten und mit privaten Mitteln, daher scheint es nicht auf. Die Mitarbeiter des Rechnungshofs haben offensichtlich keinen Einblick in unsere Arbeitssituation. Der Rechnungshof sollte sich auf seine Kernkompetenz konzentrieren und Rechnungen kontrollieren. Und wenn er keine Belege für Kurse oder Noten, Tablets, Software und so weiter findet, sollte er besser “darauf hinwirken”, dass den Lehrpersonen ihre Weiterbildung und die erforderliche Ausstattung finanziert werden. Falls es in der Musikschule Staatz eine Personalvertretung gibt, sollte sie eine Beschwerde einreichen! Ich weiß nicht, wo man sich über den Rechnungshof beschweren kann, aber dafür haben wir eine Ombudsstelle. Bitte weiterleiten!

Ombudsstelle für Musikschulbeschwerden (NÖ Gleichbehandlungsbeauftragte): https://www.noe.gv.at/noe/Gleichbehandlung-Antidiskriminierung/Ombudsstelle_fuer_Musikschulbeschwerden.html

Wir haben den Leserbrief (auf Wunsch anonymisiert) zur Diskussion ins Forum gestellt unter: https://414971.forumromanum.com/member/forum/forum.php?action=std_tindex&USER=user_414971&threadid=2

Anbei die weit verbreitetsten Irrtümer zur Fortbildung bzw. Weiterbildung:
Irrtümer Nr. 12: Fortbildungen (Weiterbildungen)
https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2026/01/Irrtuemer12Fortbildungen.pdf

Beim Thema Fortbildungen sind Irrtümer quasi vorprogrammiert, weil bereits im Gesetz – statt einer objektiven Regelung – der politische Wille der Dienstgeberseite formuliert wurde, und zwar in widersprüchlicher Weise, denn:
Alle Lehrkräfte sollen “freiwillig regelmäßig” an Fortbildungsveranstaltungen teilnehmen, und diese Fortbildungen, die man “freiwillig” aber “regelmäßig” machen soll, sind dem B-Topf zugerechnet, also quasi pauschal ‘all inclusive’ (GVBG § 46c Abs. 3 bzw. GBedG § 111 Abs. 4).
Das heißt, wir sollen regelmäßig Fortbildungskurse besuchen, aber – wie auch im obigen Leserbrief beschrieben – in unserer Freizeit und auf eigene Kosten. Würde der Dienstgeber Fortbildungen anordnen, müsste er sie nämlich bezahlen, inklusive der damit verbundenen Dienstreisen (Reisegebühren, Tagesgebühren, Nächtigungen, …) und die Lehrkräfte gegebenenfalls womöglich auch noch von Unterricht freistellen.

In der Praxis werden Fortbildungskurse selten angeordnet, sondern meist von den Lehrkräften selbst ausgesucht und vom Dienstgeber genehmigt. Dazu ist zu empfehlen, seitens der Personalvertretung eine diesbezügliche Vereinbarung mit dem Dienstgeber zu treffen, in der Rahmenbedingungen wie Freistellungen oder Kostenübernahme definiert werden, sowie entsprechende Antrags-Formulare aufzusetzen.

Hier ein Best Practice – Beispiel der Musikschule Region Schallaburg aus dem Jahr 2019:
“Fortbildung leicht gemacht”
https://drive.google.com/file/d/1TNc_hvbiqaaneFMGP0vWb70xv86O1peb/view

Vorsicht: Gibt es keine solche Betriebsvereinbarung, wird in manchen Fällen damit zu rechnen sein, dass die Dienstgeberseite die Rechtsauffassung vertritt, die sich im Dienstrecht und im NÖ Muster-Statut widerspiegelt, nämlich dass Fortbildungen, auch wenn sie “regelmäßig” eingefordert werden, den Dienstgeber möglichst nichts kosten dürfen. Wer sich regelmäßige Kurse auf private Kosten nicht leisten kann, müsste diese Frage gegebenenfalls ausjudizieren lassen.

An dieser Stelle ein Dank an alle Dienstgeber-Vertreter, die “freiwilliges” Engagement auch finanziell fördern und Rahmenbedingungen schaffen, die Weiterbildung begünstigen!

Mit freundlichen Grüßen
Euer Infonetzwerk-Team
https://infonetzwerk.oberwalder.info/netzwerk/

Infonetzwerk NÖ Musikschullehrer/innen
www.noe-musikschulinfo.net
noe-mslehrer@gmx.at

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INFO 639

Appell zur Prüfungsordnung im Dialog

Liebe Kolleg*innen,

anbei / unten ein Appell zur “Prüfungsordnung im Dialog”, zu der am kommenden Freitag eine weitere Zoom-Konferenz der MKM NÖ GmbH stattfindet:
https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2026/01/Appell-Pruefungsordnung.pdf

Außerdem ein Link zur Forums-Diskussion über den Rückblick der MKM NÖ GmbH aufs erste Vernetzungstreffen zur Prüfungsordnung und über die Schulung für landesweite Fachprüfende:
https://414971.forumromanum.com/member/forum/forum.php?action=std_tindex&USER=user_414971&threadid=1172437975

“FORUM:EXPERTISE | Prüfungsordnung im Dialog 2”
Freitag, 23. Jänner 2026, 9.00 – 10.30 Uhr, online via ZOOM
https://www.mkmnoe.at/angebote-fuer-lehrende/forumexpertise-fachgruppen-im-dialog/fachpruefungen/pruefungsordnung-im-dialog


FÄLLT UNS NICHTS BESSERES EIN?
Appell zur Prüfungsordnung im Dialog

Liebe Kolleginnen! Liebe Kollegen!

Wir alle wünschen uns einen attraktiven Arbeitsplatz. Dazu gehören vor allem motivierte, engagierte Schüler. Doch unsere Instrumental- und Gesangsklassen sind sehr heterogen zusammengesetzt: Mit Schülern vom Kindergarten- oder Volksschulalter bis hin zu Jugendlichen oder jungen Erwachsenen, mit und ohne Vorbildung, mit perfekten bis hin zu schlechten Voraussetzungen für das jeweilige Instrument, mit Eltern, die sich kürzere oder längere Unterrichtseinheiten leisten können, und die mehr oder weniger Möglichkeiten haben, ihre Kinder beim Lernen und Üben unterstützen, sie zur Musikschule zu bringen, …

Auch unsere Arbeitsbedingungen weisen große Heterogenität auf, die sich auf viele Arten zeigt: In der Größe der Musikschulen oder Verbände, in der (oft schwierigen) Erreichbarkeit der zahlreichen Standorte, in der vorhandenen oder fehlenden Instrumentenvielfalt und Ausstattung, in der Verfügbarkeit verschiedener Unterrichtsformen, von 25 bis zu 50 Minuten oder mehr, von Einzel- über Gruppenunterricht bis zum Angebot an unterschiedlichen Ensembles und anderen Ergänzungsfächern, im Vorhandensein geeigneter Auftrittsgelegenheiten, … Gleichzeitig decken Musikschulen im Vergleich zu spezialisierteren Universitäten stilistisch meist ein breites Spektrum ab.

Je starrer daher ein Prüfungssystem ist, desto weniger wird es der Realität vieler Lehrkräfte und ihrer Schüler entsprechen, sowohl in organisatorischer als auch in pädagogischer Hinsicht. Lassen sich mancherorts problemlos Ensembles für Übertrittsprüfungen und deren Voraussetzungen zusammenstellen, kann das in anderen Musikschulen zu einer unüberwindbaren Hürde werden. Mag eine Trennung in Klassik und Popularmusik für manche Schüler passen, schränkt sie viele in ihren Ausdrucksmöglichkeiten ein. Auch und gerade Prüfungen sollten bei einem so künstlerischen Schaffen wie dem Musizieren Platz für Individualität und Kreativität beinhalten – statt des Herunterspulens von Tonleitern und des Erfülles enger Prüfungskriterien. Fällt uns zum Erhöhen der Motivation wirklich nichts Besseres ein?

Der Wunsch nach Bildungsstandards ist zwar nachvollziehbar, aber insbesondere im Musikschulwesen schwierig umsetzbar, zumal es auf Schulgeldern und Freiwilligkeit beruht. Der Begriff “Schule” beinhaltet für viele Menschen reflexartig auch ein Prüfungssystem. Obwohl es so viele Möglichkeiten gäbe, Lerninhalte nachhaltig zu vermitteln und gerade in der Kunst besonders viele Optionen offen sind, scheint die unerschütterliche Antwort für die Nachvollziehbarkeit von Fortschritten in Lehrplänen und Übertrittsprüfungen zu bestehen.

Vielleicht geht es aber auch gar nicht um hehre Bildungsziele? Es gibt Musikschulen, in denen sich ein Hochschrauben der Prüfungsanforderungen bereits in sinkenden Schülerzahlen ausgewirkt hat. Die derzeitige Umstrukturierung der nö Musikschullandschaft – insbesondere die Angleichung von Tarifen bei Verbandszusammenlegungen – hat ebenfalls mancherorts zu Abmeldungen beigetragen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Prüfungsordnung demnächst zum Indikator für finanzielle Fördermittel werden wird, was bei vielen Lehrkräften und ihren Schülern zu massiven Einschränkungen und in weiterer Folge zu noch mehr Abgängen führen könnte. Wären das dann Kollateralschäden, die in Kauf genommen werden, oder ist es womöglich ein kalkuliertes Ziel der aktuellen organisations- und förderrechtlichen Neuerungen, das nö Musikschulwesen zu ‘schrumpfen’, um zu sparen und sich auf den bevorstehenden Lehrermangel ‘vorzubereiten’ – und das der Öffentlichkeit am Ende als Qualitätssicherungsmaßnahme verkaufen zu können?

Vor diesem Hintergrund sollten wir Folgendes bedenken: Wir Lehrkräfte hungern oft nach Anerkennung, spüren wir doch, gegenüber der Regelschule nur die zweite Geige zu spielen oder eine von vielen beliebigen Freizeitoptionen zu sein. Wenn wir aufgefordert werden, in einem “Dialog” mitzuarbeiten und uns Prüfungsaufgaben einfallen zu lassen, sprühen wir nur so vor Ideen und möchten unsere Qualifikation, Erfahrung und Kreativität unter Beweis stellen. Jedoch darf es – im Gegensatz zum Lehrplan – bei Übertrittsprüfungen nicht um eine Sammlung von immer noch mehr und noch genaueren Vorgaben gehen. Vielmehr müssen wir nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner und nach möglichst weit gefassten Rahmenbedingungen suchen, die uns ermöglichen, Lösungen zu finden, um jeden Schüler individuell fördern zu können.

Denn mit dem Prinzip “höher, schneller, weiter” und dem Erschweren von Prüfungsanforderungen schaufeln wir unser eigenes Grab! Wollen wir wirklich um unsere Stunden kämpfen müssen, weil nicht alle unsere Schüler ins Prüfungsprofil passen, oder weil nicht alle Eltern sie zum Ensembleunterricht oder zum Musikkundekurs bringen können? Wollen wir, dass unsere oftmals nur 25-minütigen Unterrichtseinheiten zu einem Prüfungstraining degradiert werden, oder dass wir noch mehr unbezahlte Überstunden leisten müssen, um die pure Quantität der Prüfungsprogramme zu bewältigen?

Wenn es ein Dialog ist, in den wir tatsächlich eingebunden sind: Kippen wir nicht hinein ins Brainstorming, was man noch alles prüfen und regeln könnte, sondern hinterfragen wir den Nutzen von Übertrittsprüfungen – und wenn sich die Prüfungsordnung nicht verhindern lässt: Schaffen wir realistisch umsetzbare Rahmenbedingungen und Raum für Alle! Sonst werden wir langfristig zu reinen Erfüllungsgehilfen von Vorschriften und unser eigentliches Ziel aus den Augen verlieren: Kinder und Jugendliche mit Musik in Verbindung zu bringen und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich über ihr Instrument oder ihre Stimme künstlerisch auszudrücken.

Mit der Bitte um Weiterleitung an die nö Musikschullehrkräfte!

Mit kollegialen Grüßen
Martina Glatz & Nadja Celoud
fürs Infonetzwerk NÖ Musikschullehrer/innen

Infonetzwerk NÖ Musikschullehrer/innen
www.noe-musikschulinfo.net
noe-mslehrer@gmx.at

Der Inhalt von verlinkten oder weitergeleiteten Nachrichten oder Texten spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung der Netzwerk-Betreiber wider. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Informationen kann keine Garantie übernommen werden. Alle Infomails stehen auf der Netzwerk-Homepage zum Nachlesen zur Verfügung. Bitte um kurze Rückmeldung an obige Mailadresse, falls Sie die Nachrichten des Infonetzwerks nicht mehr erhalten möchten.

INFO 638

IRRTÜMER: Leasing &
Rechnungshofbericht Musikschule Staatz

Liebe Kolleg*innen!

Wussten Sie, dass NÖ Musikschulverbände der Kontrolle des Bundesrechnungshofs unterliegen?
Hier eine Liste aller Rechtsträger, die unter der Aufsicht des Rechnungshofs Österreich stehen (Stand 1. Juli 2025):
https://www.rechnungshof.gv.at/rh/home/was-wir-tun/was-wir-tun/Rechtstraeger_Obligo.pdf

Wussten Sie, dass in Niederösterreich für Gemeinden unter 10.000 Einwohnern weder der Bundes- noch der Landesrechnungshof zuständig ist?
Da das Land Niederösterreich diesbezügliche Bestimmungen aus dem Bundes-Verfassungsgesetz noch nicht umgesetzt hat, “kann der Landesrechnungshof Niederösterreich die Gebarung von Gemeinden und Gemeindeverbänden nur auf Ersuchen der NÖ Landesregierung im Rahmen der Gemeindeaufsicht überprüfen” (siehe Zusammenstellung der Rechtsgrundlagen des Landesrechnungshofs).
https://www.lrh-noe.at/de/zusammenstellung-der-rechtsgrundlagen-des-landesrechnungshofs
Der Rechnungshof Österreich wiederum hat nur die Aufsicht über Gemeinden ab 10.000 Einwohnern und eben über Gemeindeverbände.
https://www.rechnungshof.gv.at (Suchfunktion)

Wussten Sie, dass der Gemeindeverband Musikschule Staatz kürzlich vom Rechnungshof geprüft wurde?
Hier der Bericht des Rechnungshofes:
https://www.rechnungshof.gv.at/rh/home/home/2025_5_NOe_Gemeindeverband_Musikschule_Staatz.pdf

Daraus resultierten unter anderem folgende Empfehlungen:

  • ordnungsgemäße Beschlüsse, Abläufe und Prozesse, Zuständigkeitsverteilung, …
  • Überwachung durch den Prüfungsausschuss
  • Veröffentlichung der Rechnungsabschlüsse im Internet
  • Regelungen zu den Reisegebühren
  • schriftliche Vereinbarungen für die Nutzung von Räumlichkeiten und für Schulkooperationen mit Volks- und Mittelschulen
  • soziale Staffelung der Schulgeld-Tarife (Ermäßigungen für einkommensschwächere Familien)
  • verstärkter Einsatz von Leihlehrpersonen
  • regelmäßige Fortbildungen

(Zusammenfassung und Schlussempfehlungen im ANHANG:
https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2026/01/Rechnungshof-Musikschule-Staatz-Zusammenfassung.pdf)

LEASING:

Da der Rechnungshof dem Musikschulverband insbesondere empfiehlt, sich Lehrkräfte auszuleihen, möchten wir daran erinnern, dass die Personalüberlassung (Arbeitskräfteüberlassung) Risiken birgt und unsere Beschäftigungsverhältnisse noch prekärer machen kann. In der Zusammenfassung des Rechnungshofberichts wird deutlich, wie die Interessen der Schulerhalter an Flexibilität in der Planung des Unterrichtsangebots den Interessen der Lehrkräfte an Stundensicherheit entgegenstehen:

Der Schulleiter war bei der Planung des Angebots der Musikschule eingeschränkt: Einerseits gewährte das Land ein fixes Kontingent an Förderstunden – wurde dieses nicht ausgeschöpft, drohte eine Reduktion und damit weniger Förderung in der Zukunft. Andererseits war der Spielraum durch die bestehenden Beschäftigungsverhältnisse mit Lehrpersonen begrenzt – Abhilfe konnten hier ausgeliehene Lehrpersonen von anderen Musikschulen schaffen. (Rechnungshofbericht S. 5)
Die Möglichkeit des verstärkten Einsatzes von Leihlehrpersonen wäre zu prüfen; dies im Sinne der Nutzung von Synergien zwischen den Musikschulen sowie einer flexiblen Angebotsplanung. (Rechnungshofbericht S. 63)

Vor allem Lehrer von Mangelinstrumenten, die in kleineren Musikschulen nur schwer über geringfügige Beschäftigungsverhältnisse hinauskommen, waren/sind oft froh über die Möglichkeit, sich für einzelne Schüler an benachbarte Musikschulen verleihen zu lassen. Man sollte sich jedoch darüber im Klaren sein, dass diese Stunden noch unsicherer sind. Wir haben schon in der INFO 432 davor gewarnt, das Leasing nicht überhand nehmen zu lassen (aufgrund der neuen Bestimmungen zur Stundenreduktion am besten weniger als 20 % des Beschäftigungsausmaßes). Angesichts der aktuellen Verbands-Zusammenlegungen haben wir kürzlich nochmals gewarnt, da die Personalüberlassung (Arbeitskräfteüberlassung) nicht durch die Betriebsübergangs-Regelung geschützt ist, also vom neuen Verband nicht übernommen werden muss (siehe INFO 588):

INFO 588 (2024)
https://infonetzwerk.oberwalder.info/2024/04/info-588/
INFO 432 (2019)
https://netzwerk.oberwalder.info/content/index.php?page=30213&f=1&i=7949&s=30213
FAQs Adventkalender (2012)
http://www.netzwerk.oberwalder.info/content/Anlagen/FAQs/20121220Personalueberlassung.pdf

NEU (ANHANG):
Irrtümer Nr. 11: Leasing (Personalüberlassung / Arbeitskräfteüberlassung)
https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2026/01/Irrtuemer11Leasing.pdf

FORTBILDUNGEN:

Dienstrechtlich relevant ist von den Rechnungshof-Empfehlungen außerdem das Thema Fortbildungen. Die Irrtümer zu den Fortbildungen (Weiterbildungen) sind noch in Arbeit. Daher können wir diesbezüglich vorläufig nur auf zwei Informationen aus dem Jahr 2012 verweisen:

Artikel von Martina Glatz für die damalige MKM-Zeitschrift “Musikinform”
https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2026/01/Fortbildung-Musikinform-2012.pdf
FAQs Adventkalender
http://www.netzwerk.oberwalder.info/content/Anlagen/FAQs/20121210Fortbildung.pdf

Es wäre zu erheben, ob alle Lehrpersonen an der Musikschule Staatz über eine Fortbildung verfügen, und darauf hinzuwirken, dass alle Lehrpersonen regelmäßig an Fortbildungen teilnehmen. (Rechnungshofbericht S. 64)

Der Dienstgeber kann Fortbildungen anordnen, muss in dem Fall jedoch auch alle anfallenden Kosten (Kursgebühren, Reisekosten, Tagesdiäten, ggf. Übernachtungen, etc.) zur Gänze übernehmen!

REISEGEBÜHREN:

Zu den Reisegebühren haben wir bereits in der INFO 629 berichtet, dass die Gemeinden / Verbände deren Auszahlung und Rahmenbedinungen in so genannten “Nebengebührenordnungen” regeln sollten.

Es wären Regelungen zu den Reisegebühren festzulegen und dabei auf Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit zu achten. (Rechnungshofbericht S. 62)

Trotz aller Sparsamkeitsgrundsätze dürfen die amtlichen Gebührensätze für Kilometergeld, Tages- und Nächtigungsgebühren etc. nicht unterschritten werden! Bei der Erstellung solcher Regelungen ist die Personalvertretung einzubeziehen! Da für Musikschullehrer im neuen Dienstrecht die §§ 99-113 des NÖ Landesbedienstetengesetzes gelten, wäre es sinnvoll, diese Bestimmungen auch in entsprechenden Regelungen für alle anderen Kollegen zu übernehmen.

… siehe auch INFO 629:
https://infonetzwerk.oberwalder.info/2025/10/info-629/
Irrtümer Nr. 5: Fahrtkostenzuschuss, Reisegebühren, …
https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2025/10/Irrtuemer05FahrtkostenReisegebuehren.pdf

Mit freundlichen Grüßen
Euer Infonetzwerk-Team

P.S.: Wie immer bemühen wir uns, alle Informationen sorgfältig zu prüfen. Sollten jemandem dennoch Fehler auffallen, bitte an die untenstehende Mailadresse melden!

Infonetzwerk NÖ Musikschullehrer/innen
www.noe-musikschulinfo.net
noe-mslehrer@gmx.at

Der Inhalt von verlinkten oder weitergeleiteten Nachrichten oder Texten spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung der Netzwerk-Betreiber wider. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Informationen kann keine Garantie übernommen werden. Alle Infomails stehen auf der Netzwerk-Homepage zum Nachlesen zur Verfügung. Bitte um kurze Rückmeldung an obige Mailadresse, falls Sie die Nachrichten des Infonetzwerks nicht mehr erhalten möchten.

INFO 637

IRRTÜMER: Wertigkeiten &
Weiterbildungszeit statt Bildungskarenz

Liebe Kolleg*innen,

einen guten Start ins Neue Jahr!

Wir setzen die INFO-Reihe dienstrechtlicher Irrtümer mit einem Thema fort, das eine der wenigen Verbesserungen im neuen Dienstrecht darstellt: Wertigkeiten für Gruppenunterricht und Ergänzungsfächer.

Da die ab 2025 für neue Verträge geltenden gestaffelten Wertigkeiten bereits ab 3 Schülerinnen und Schülern im Hauptfach-Gruppenunterricht eine grundlegend neue Regelung darstellt, gibt es damit noch nicht viele Erfahrungen. Daher enthält die linke Spalte nicht nur “was viele glauben”, sondern auch “was sie glauben könnten”.
Obwohl die gesetzlichen Grundlagen recht überschaubar sind (ein Satz im weiter bestehenden und ein Absatz im neuen Dienstrecht), hat die Bearbeitung des Themas nicht nur Antworten, sondern auch ein paar offene Fragen hervorgebracht. Daher enthält die rechte Spalte nicht nur “wie es wirklich ist”, sondern auch teilweise “wie es sein sollte”.
Sollte jemand andere Erfahrungen, Informationen oder Korrekturen dazu haben, bitte um Zusendung an noe-mslehrer@gmx.at!

IRRTÜMER Nr. 10: Wertigkeiten (für Gruppenunterricht und Ergänzungsfächer)
https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2026/01/Irrtuemer10Wertigkeiten.pdf

Die bisherigen IRRTÜMER sind unten nochmals aufgelistet, und die zugehörigen INFOs stehen auf der Infonetzwerk-Website unter Nachrichten zum Nachlesen zur Verfügung:
https://infonetzwerk.oberwalder.info/nachrichten/

Außerdem haben wir in den Ferien unsere Informations-Seite upgedatet, in der gesetzliche Grundlagen des weiterbestehenden und neuen Dienstrechts gegenübergestellt und versendete Info-Materialien gesammelt und nach Themen alphabetisch geordnet verlinkt sind:
https://infonetzwerk.oberwalder.info/informationen/

  1. IRRTÜMER : Stundenreduktion
    https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2025/09/Irrtuemer01Stundenreduktion.pdf
  2. IRRTÜMER : Verträge & Einstufung
    https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2025/09/Irrtuemer02VertraegeEinstufung.pdf
  3. IRRTÜMMER : Befristung & Vertretung
    https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2025/10/Irrtuemer03BefristungVertretung.pdf
  4. IRRTÜMER : neue Verbände (Betriebsübergang)
    https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2025/10/Irrtuemer04VerbaendeBetriebsuebergang.pdf
  5. Irrtümer : Fahrtkostenzuschuss, Reisegebühren, …
    https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2025/10/Irrtuemer05FahrtkostenReisegebuehren.pdf
  6. IRRTÜMER : Interessenvertretung
    https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2025/11/Irrtuemer06Interessenvertretung
  7. IRRTÜMER : Dienstmittel & Räumlichkeiten
    https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2025/11/Irrtuemer07DienstmittelRaeume.pdf
  8. IRRTÜMER : Jahresarbeitszeit (Töpfe)
    https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2025/11/Irrtuemer08Jahresarbeitszeit.pdf
  9. IRRTÜMER : Pausen (vs Organisationszeit)
    https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2025/11/Irrtuemer09Pausen.pdf

Zum Neuen Jahr auch eine dienstrechtliche Neuerung:

Die Bildungskarenz (Bildungsfreistellung und Bildungsteilzeit) wurde 2025 abgeschafft.
Stattdessen wird im Jahr 2026 die Weiterbildungszeit (und Weiterbildungsteilzeit) eingeführt.
Hier zwei Links zu diesbezüglichen Informationen der Gewerkschaft und der Arbeiterkammer:

ÖGB: “Bildungskarenz neu: Was ab 2026 gilt”
https://www.oegb.at/themen/arbeitsmarkt/arbeitsmarktpolitik/bildungskarenz-neu–was-ab-2026-gilt-

AK: Weiterbildungsbeihilfe und Weiterbildungsteilzeitbeihilfe
https://www.arbeiterkammer.at/beratung/bildung/bildungsfoerderungen/Bildungskarenz.html

Mit freundlichen Grüßen
Euer Infonetzwerk-Team
https://infonetzwerk.oberwalder.info/netzwerk/

Infonetzwerk NÖ Musikschullehrer/innen
www.noe-musikschulinfo.net
noe-mslehrer@gmx.at

Der Inhalt von verlinkten oder weitergeleiteten Nachrichten oder Texten spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung der Netzwerk-Betreiber wider. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Informationen kann keine Garantie übernommen werden. Alle Infomails stehen auf der Netzwerk-Homepage zum Nachlesen zur Verfügung. Bitte um kurze Rückmeldung an obige Mailadresse, falls Sie die Nachrichten des Infonetzwerks nicht mehr erhalten möchten.

INFO 636

IFG-Antwort Bildungsdirektion & frohe Weihnachten!

Liebe Kolleg*innen,

wir schulden noch eine Ergänzung zur INFO 632
(https://infonetzwerk.oberwalder.info/2025/11/info-632/):

Die Rechtsabteilung der Bildungsdirektion teilte Martina Glatz auf ihre Anfrage gemäß Informationsfreiheitsgesetz (IFG) bezüglich der Durchführungsbestimmungen der Bildungsdirektion zum § 6 Privatschulgesetz (Schulräume, Lehrmittel und Unterrichtsmittel) mit, …
“dass keine ‘entsprechenden Durchführungsbestimmungen der Bildungsdirektion’ vorhanden sind”.

Im Anhang sowohl die ANFRAGE vom 16.11.
https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2025/11/IFG-Anfrage-Bildungsdirektion.pdf
… als auch die ANTWORT vom 12.12.2025:
https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2025/12/IFG-Antwort-Bildungsdirektion.pdf

§ 6 Privatschulgesetz:
Der Schulerhalter hat nachzuweisen, daß er über Schulräume verfügt, die baulich und einrichtungsmäßig dem Zweck und der Organisation der Privatschule sowie den Grundsätzen der Pädagogik und der Schulhygiene entsprechen. Ferner hat er nachzuweisen, dass die Privatschule die zur Durchführung des Lehrplanes notwendigen Lehrmittel und sonstigen Ausstattungen und Einrichtungen aufweist und über für die Erfüllung der Aufgaben der österreichischen Schule im Sinne des § 2 des Schulorganisationsgesetzes geeignete Unterrichtsmittel verfügt.
https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Bundesnormen/NOR40197040/NOR40197040.html

* * *

We Wish You a Merry Christmas
(Interactive Song Puzzle)
https://youtu.be/mZDETAojz5c?si=XXhjyB1rOS8W_ese

Wir hoffen, ihr habt die Herausforderungen der stillsten Zeit im Jahr weitgehend überstanden
und wünschen frohe Weihnachten und entspannte Ferien!

Euer Infonetzwerk-Team
https://infonetzwerk.oberwalder.info/netzwerk/

Infonetzwerk NÖ Musikschullehrer/innen
www.noe-musikschulinfo.net
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INFO 635

MiKADO-MUSIK Studie, Musik & Recht, Petition Doblinger

Liebe Kolleg*innen,

wir unterbrechen kurz die IRRTÜMER-Reihe und berichten …

  • über eine Studie zum “Mangel an Nachwuchs im künstlerisch-pädagogischen Bereich an Ausbildungsinstitutionen in Deutschland und Österreich” (MiKADO)
  • über eine Fortbildung der Österreichischen Gesellschaft für Schule und Recht (ÖGSR):
    “Musik und Recht – Musikschulwesen und Musikunterricht in Österreich”
  • und die Petition “Rettet den Musikhaus Doblinger – Standort!”

Hier zunächst der Link zur Petition:
Rettet den Musikkhaus Doblinger Standort!
“Wir fordern hiermit den Verbleib des Musikhauses Doblinger am Standort Dorotheergasse 10!”
https://www.openpetition.eu/at/petition/online/rettet-den-musikhaus-doblinger-standort#petition-main

# # #

MiKADO-MUSIK
(Mangel an Nachwuchs im künstlerisch-pädagogischen Bereich
an Ausbildungsinstitutionen in Deutschland und Österreich)

deutschermusikrat (YouTube):
500.000 Kinder ohne Musikunterricht?!
Pressekonferenz zur “MiKADO-MUSIK”-Studie
https://youtu.be/F20wmdPxCBw?si=7rcPftwq5D4XjYTO
Am 25. November 2025 wurde in Berlin und online die Studie „MiKADO-Musik“ (kurz für: „Mangel an Nachwuchs im Künstlerisch-Pädagogischen Bereich an Ausbildungsinstituten in Deutschland und Oesterreich“) vorgestellt. Gastgeber war der Deutsche Musikrat. Die Studie wird 2026 in der Online-Zeitschrift “üben & musizieren. research” publiziert.

Institut für musikpädagogische Forschung und Praxis (imp)
Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw)
https://www.mdw.ac.at/imp/?PageId=4452
Schon seit längerem zeichnet sich ab, dass in den kommenden Jahren ein dramatischer Mangel an qualifizierten Lehrkräften für die instrumental- und gesangspädagogische Arbeit an Musikschulen zu erwarten sein wird. Über die Gründe dieser beunruhigenden Entwicklung gibt es zwar viele Mutmaßungen (z.B. mangelnde Attraktivität des Berufs in ökonomischer Hinsicht oder einseitige Selektionen an Musikhochschulen, durch die interessierte Studienbewerber:innen bei den Eignungsprüfungen nicht berücksichtigt werden), aber keine gesicherten Erkenntnisse. Diese sind aber notwendig, um Maßnahmen entwickeln zu können, die gezielt gegensteuern. …

Deutscher Musikrat:
500.000 Schüler:innen verlieren ihren Musikschulunterricht!
“MiKADO-Musik”-Studie belegt existentiellen Nachwuchsmangel an Musikschulen
https://www.musikrat.de/media/aktuelles/meldung/500000-schuelerinnen-verlieren-ihren-musikschulunterricht
Die Gründe für den Nachwuchsmangel liegen in mehreren, sich gegenseitig verstärkenden Faktoren. Dazu gehören die strukturellen Bedingungen des Berufs wie eine häufig unzureichende Vergütung und anspruchsvolle Arbeitszeiten. Hinzu kommt eine teilweise negative öffentliche Wahrnehmung, die durch tradierte Abwertungen des Berufsbilds begünstigt wird. Auch persönliche Erwägungen spielen eine Rolle, etwa die Frage der beruflichen Identifikation, der Wunsch nach Sichtbarkeit oder das Bedürfnis nach größerer Autonomie.
Die „MiKADO-Musik“-Studie macht deutlich: Wenn nicht umgehend Maßnahmen für bessere Rahmenbedingungen des Berufsfelds Musikschullehrkraft geschaffen werden, droht eine flächendeckende Erosion der Musikalischen Bildung in Deutschland. Denn auch an allgemeinbildenden Schulen ist der Rückgang an qualifiziertem Musikunterricht alarmierend und kann zukünftig nicht mehr durch Musikschulprojekte aufgefangen werden.

# # #

Musik & Recht –
Musikschulwesen und Musikunterricht in Österreich
(Kooperation der Österreichischen Gesellschaft für Schule und Recht
mit dem Zentrum für Kunst- und Kulturrecht der Universität Graz)

B e r i c h t :
Musik trifft Recht
(Universität Graz, Rechtswissenschaften)
https://rewi.uni-graz.at/de/neuigkeiten/musik-trifft-recht/

P r o g r a m m :
https://static.uni-graz.at/fileadmin/_files/_project_sites/_zentrum-kunstrecht/unigrazform/OEGSR_Fortbildungsveranstaltung_Musikschulen_26_11_2025_in_GRAZ.pdf

… und einige weiterführende L i n k s
zu den Institutionen, Vertretern und Inhalten:

Österreichische Gesellschaft für Schule und Recht (ÖGSR)
https://oegsr.at/startseite/

Zentrum für Kunst- und Kulturrecht
https://zentrum-kunstrecht.uni-graz.at/de/ueber-das-zentrum

Antonia Bruneder:
Die rechtliche Einordnung von Musikschulen in der Steiermark
https://rdb.manz.at/document/rdb.tso.LIsundr20220101

Michaela Hahn:
KOMU-Statistik 2022/23 (ANHANG)
https://www.komu.at/files/statistik_2022_23_final.pdf
Quelle: https://www.komu.at/ueber-die-komu/definition-fakten

Andreas Gruber:
Fachinspektor für Musik und Kreativität, Bildungsdirektion NÖ
https://www.bildung-noe.gv.at/Schule-und-Unterricht/Musikp-dagogik/Musikschulen.html

Broschüre (Ministerium): Kooperationen von Schulen und Musikschulen (2013)
https://www.bildung-noe.gv.at/dam/jcr:06d8f00a-8bd1-4c92-b3ec-599357ec3412/Broschuere%20-%20Kooperation%20von%20Schulen%20und%20Musikschulen%20(2013).pdf

Erlass (Ministerium): Kooperation von Schulen und Musikschulen (2018)
https://www.bildung-noe.gv.at/dam/jcr:43a57aa7-620b-41c5-86cb-175394dbf8fe/Kooperation%20von%20Schulen%20und%20Musikschulen.pdf

Vielen Dank an die Kollegen, die uns die Hinweise und Links zur Weiterleitung geschickt haben!

Mit freundlichen Grüßen
Euer Infonetzwerk-Team

Infonetzwerk NÖ Musikschullehrer/innen
www.noe-musikschulinfo.net
noe-mslehrer@gmx.at

Der Inhalt von verlinkten oder weitergeleiteten Nachrichten oder Texten spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung der Netzwerk-Betreiber wider. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Informationen kann keine Garantie übernommen werden. Alle Infomails stehen auf der Netzwerk-Homepage zum Nachlesen zur Verfügung. Bitte um kurze Rückmeldung an obige Mailadresse, falls Sie die Nachrichten des Infonetzwerks nicht mehr erhalten möchten.

INFO 634

IRRTÜMER: Pausen, Korrektur vorige INFO & Erinnerung Musikstrategie-Umfrage

Liebe Kolleg*innnen,

noch bis 5. Dezember 2025:
“Gestalten Sie die Musikstrategie Österreich 2026 mit – egal ob als Künstler:in, Veranstalter:in, Label, Pädagog:in, Musik-Tech-Start-up oder Manager:in. Die gesamte Branche ist eingeladen.”

Umfrage Musikstrategie Österreich 2026
Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport:
https://www.bmwkms.gv.at/themen/kunst-und-kultur/schwerpunkte/musikstrategie/umfrage.html

^ ° ^ ° ^

“BEZAHLTE RUHEPAUSEN” (eine halbe Stunde pro Tag weniger arbeiten bei gleicher Bezahlung)

Seit 1. April 2024 gehen NÖ Gemeindebedienstete bei gleicher Bezahlung eine halbe Stunde früher nach Hause, wenn sie mehr als 6 Stunden pro Tag arbeiten. Das liegt daran, dass die halbe Stunde Ruhepause, die man bei einer Tagesdienstzeit von mehr als 6 Stunden einhalten muss, seit damals zur Dienstzeit gezählt wird.

younion NÖ: “Bezahlte Ruhepause” – ein Durchbruch ist gelungen
https://www.younion.at/ueber-uns/bundeslaender/niederoesterreich/bezahlte-ruhepause

Im neuen Dienstrecht gilt diese Regelung auch für Musikschullehrkräfte! Also für Kolleg*innen mit Verträgen ab dem 1. Jänner 2025 und Kolleg*innen, die von ihrem Optionsrecht Gebrauch gemacht haben, gilt die “bezahlte Ruhepause” (die zur Dienstzeit zählt) gleichermaßen!

Wie jetzt? – Na ja, genau so wie bei den anderen Gemeindebediensteten auch: Wer einen Arbeitstag von mehr als 6 Stunden hat, muss eine Ruhepause von insgesamt einer halben Stunde einhalten, und kann abends um genau diese halbe Stunde früher aufhören, ohne deshalb weniger bezahlt zu bekommen.

Bei Unterrichtstagen laut Stundenplan, die mehr als 6 Stunden dauern (wohlgemerkt 6 x 60 min.!), ist es einigermaßen eindeutig: An solchen Tagen geht sich aufgrund der gesetzlichen Ruhepause dann eine 30minütige Unterrichtseinheit weniger aus. (Theoretisch können auch andere Dienstzeiten – z.B. Fahrzeiten von 30 min. – weggelassen werden. Jedoch stellt sich die Frage, warum Fahrten überhaupt vorgesehen sein sollten, wenn es so einfach ist, sie zu streichen.) De facto verringert sich also (in den meisten Fällen) die Lehrverpflichtung um 30 min. pro Tag – bei gleichbleibendem Gehalt. Ja, ihr habt richtig gelesen: 30 min. pro Tag weniger unterrichten und trotzdem gleich viel bezahlt bekommen!

Kompliziert wird es an Unterrichtstagen, die regulär weniger als 6 Stunden dauern, wenn an manchen Tagen zusätzliche Tätigkeiten dazu kommen, wie beispielsweise Konferenzen am Vormittag oder Veranstaltungen am Abend: Unterrichtet man dann an solchen Tagen einen Schüler weniger? Oder macht man während der Konferenz eine halbe Stunde Pause, oder während des Konzerts, …? Das ist leider bisher ungeklärt! Die Dienstgeberseite scheint zu hoffen, dass die Musikschullehrkräfte im neuen Dienstrecht nie auf die Idee kommen werden, ihre bezahlten Ruhepausen einzufordern. Daher: Bitte weitersagen!

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ORGANISATIONSZEIT (kurze Unterbrechungen zwischen Unterrichtseinheiten)

Umgekehrt wurde im neuen Dienstrecht eine Organisationszeit zwischen Unterrichtseinheiten, die – im Bedarfsfall (!) – im Stundenplan vorzusehen ist, in den A-Topf aufgenommen (GBedG § 111 Abs. 1 Z 1). Diese Art von Unterrichtsunterbrechungen wurden in der Corona-Krise als Lüftungspausen eingeführt und intensiv diskutiert, und sie werden regelmäßig mit den (oben angesprochenen) Ruhepausen verwechselt. Daher:

Organisationszeiten zwischen Unterrichtseinheiten sind von Ruhepausen zu unterscheiden! Sie sind keine Pausen, sondern Arbeitszeit.
Im neuen Dienstrecht zählen sie zur A-Topf-Jahresstunde – sofern sie erforderlich oder pädagogisch sinnvoll sind.
Im weiter bestehenden Dienstrecht sind sie nicht vorgesehen. Werden sie dennoch vom Dienstgeber gefordert, müssen sie als Mehrdienstleistung vergütet werden.

Das ist zwar nicht ausjudiziert. Aber es kann ja nicht sein, dass man plötzlich bis zu einer Stunde oder mehr pro Tag länger in der Arbeit bleiben muss – oder womöglich gar an einem zusätzlichen Tag kommen muss, weil die Schüler ja gar nicht so früh bzw. so spät kommen können, um die zusätzliche Zeit unterzubringen, oder die Räume gar nicht zur Verfügung stehen. Die Zeit kommt ja nicht nur zur Unterrichtsverpflichtung dazu. Alle anderen Tätigkeiten im B- und C-Topf werden deswegen ja auch nicht weniger.

Selbstverständlich kann es Situationen geben, in denen immer schon Zeit zwischen Unterrichtseinheiten einzuplanen war: Etwa falls ein Lehrer während des Unterrichtstages den Raum wechseln muss, oder falls er zwischendurch Instrumente oder Lehrmittel holen muss, oder falls irgendwelche Umbauarbeiten erforderlich sind. Das Herrichten des Raums sollte natürlich nicht auf Kosten der Unterrichtszeit der jeweiligen Schüler gehen – außer es ist Teil des pädagogischen Konzepts: Für Mitglieder einer Band kann es z.B. wichtig sein, mitzubekommen und dabei selbst zu lernen, wie die Verstärker aufzudrehen und einzustellen sind, etc. …

Allerdings wäre es nicht nur wünschenswert, sondern sogar gesetzlich geboten, dass die Räume gar nicht erst für die Musikschul-Verwendung adaptiert werden müssen, sondern von vorne herein für den Unterricht geeignet sind – siehe INFO 632:
Der Schulerhalter hat nachzuweisen, daß er über Schulräume verfügt, die baulich und einrichtungsmäßig dem Zweck und der Organisation der Privatschule […] entsprechen. (§ 6 Privatschulgesetz:)
https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Bundesnormen/NOR40197040/NOR40197040.html

Anbei die Irrtümer im Zusammenhang mit Pausen und was dafür gehalten wird
(‘richtige’ Ruhepausen versus Organisationszeiten, die keine Pausen sind):

IRRTÜMER Nr. 9: Pausen (& Organisationszeiten)
https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2025/11/Irrtuemer09Pausen.pdf

IRRTÜMER Nr. 8: Jahresarbeitszeit (Töpfe)
https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2025/11/Irrtuemer08Jahresarbeitszeit.pdf

IRRTÜMER Nr. 7: Dienstmittel & Räumlichkeiten
https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2025/11/Irrtuemer07DienstmittelRaeume.pdf

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KORREKTUR zur letzten INFO 633 (Jahresarbeitszeit):
https://infonetzwerk.oberwalder.info/2025/11/info-633/

Eine Kollegin hat uns berichtet, dass sie während ihrer langjährigen Unterrichtstätigkeit schon öfters Überstunden ausbezahlt bekommen hat und damit darauf hingewiesen, dass es im nö Musikschulwesen doch auch bezahlte Mehrdienstleistungen gibt. –
Danke für dieses Best Practice Beispiel und gratuliere zu diesem Dienstgeber!

Eine schöne und nicht allzu anstrengende Adventszeit!
Euer Infonetzwerk-Team

Infonetzwerk NÖ Musikschullehrer/innen
www.noe-musikschulinfo.net
noe-mslehrer@gmx.at

Der Inhalt von verlinkten oder weitergeleiteten Nachrichten oder Texten spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung der Netzwerk-Betreiber wider. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Informationen kann keine Garantie übernommen werden. Alle Infomails stehen auf der Netzwerk-Homepage zum Nachlesen zur Verfügung. Bitte um kurze Rückmeldung an obige Mailadresse, falls Sie die Nachrichten des Infonetzwerks nicht mehr erhalten möchten.