INFO 627

IRRTÜMER: neue Verbände (Betriebsübergang)

Liebe Kolleg*innen,

ein Leser der letzten Infonetzwerk-Nachrichten fragt:
Wie kann das sein, dass die Gesetze so oft nicht eingehalten werden?

  • Viele Dinge haben sich leider jahrzehntelang eingebürgert und sind auch durch rechtliche Rahmenbedingungen offenbar schwer aufzubrechen (wie beim Thema Stundenreduktion).
  • Manchmal kennen die Mitarbeiter in den Gemeinden vor allem spezielle Bestimmungen der Musikschullehrkräfte nicht, insbesondere wenn sie sich von jenen der anderen Gemeindebediensteten unterscheiden (wie z.B. bis vor kurzem bei den Nachträgen zum Dienstvertrag).
  • Gelegentlich verfolgen Dienstgeber jedoch auch Interessen (etwa Bedienstete leichter loswerden können zu wollen, oder Geld zu sparen) mit unlauteren Methoden (wie jahrelang wiederholt nur befristete Verträge auszustellen, oder Ferienmonate nicht zu bezahlen).

Martina Glatz berichtet von ihrer langjährigen Tätigkeit als Interessenvertreterin:
“Ein Anwalt mit viel einschlägiger Erfahrung hat mir gesagt, dass einzelne Gemeinden womöglich bewusst einkalkulieren, dass nur ein minimaler Prozentsatz der Bediensteten jemals ihnen zustehende Ansprüche einfordert oder gar einklagt. In den Musikschulen zahlt sich das wahrscheinlich noch mehr aus, denn bei uns Lehrkräften ist der Anteil bestimmt noch geringer, da viele gar nicht auf die Idee kommen, beispielsweise ihre Gehälter oder Entgeltbestandteile zu kontrollieren, die meisten ihre Rechte nicht kennen, sodass ihnen Unregelmäßigkeiten gar nicht auffallen, und die wenigsten eine Rechtsschutzversicherung haben oder Gewerkschafts-Mitglied sind, sodass sie nicht nur keine Nerven, sondern gar keine Möglichkeiten oder Mittel haben, um sich gegen Unrechtmäßigkeiten zu wehren oder gar Gerichtsprozesse zu führen.”

Beim folgenden Thema kommt noch ein Aspekt hinzu: Die aktuellen Verbandszusammenlegungen sind insbesondere in dieser Größenordnung neu für alle Beteiligten, die Betriebsübergangs-Richtlinie der EU und die entsprechenden gesetzlichen Bestimmungen sind nicht auf die Situation im NÖ Musikschulwesen ausgerichtet. Vieles ist daher nicht ausjudiziert, unterschiedliche Rechtsmeinungen stehen einander gegenüber, einiges ist nicht ausgereift. Vor allem im Hinblick auf Leitungsposten (Stellvertreter, Standortleiter, …) passt das weiter bestehende Dienstrecht nicht besonders gut zu den Anforderungen des bevorstehenden Förderrechts. Daher wissen wir diesmal bei manchen Fragen auch nicht immer genau, “wie es wirklich ist”. Trotzdem haben wir wieder nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert und hoffen, einige Irrtümer aufklären zu können:

IRRTÜMER Nr. 4: neue Verbände (Betriebsübergang)
https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2025/10/Irrtuemer04VerbaendeBetriebsuebergang.pdf

Mit freundlichen Grüßen
Euer Infonetzwerk-Team

—

Infonetzwerk NÖ Musikschullehrer/innen
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INFO 626

IRRTÜMER: Befristung & Vertretung

Liebe Kolleg*innen,

wussten Sie, dass “ein Dienstverhältnis auf Probe” laut unserem Dienstrecht “nur für die Höchstdauer eines Monates eingegangen werden” kann? (VBG § 4 Abs. 3)

Trotzdem werden zunächst meist befristete Verträge ausgestellt. Das ist nicht nur legitim, sondern sogar auch für uns Lehrkräfte von Vorteil, da ein befristetes Dienstverhältnis nicht gekündigt werden kann und man am Anfang sonst keinerlei Kündigungsschutz hat*.
(* Das ist übrigens eine der massiven Verschlechterungen im neuen Dienstrecht: Bisher konnte man nur im 1. Beschäftigungsjahr ohne Angabe eines Grundes gekündigt werden. Im neuen Dienstrecht wurde diese Frist auf 3 Jahre angehoben.)

Leider gibt es aber auch Fälle, in denen Befristungen missbraucht werden:

Verträge mit dem Ende des Unterrichtsjahres (Ende Juni) zu befristen, steht beispielsweise nicht nur in Widerspruch zur Jahresarbeitszeitregelung, die das ganze Schuljahr (inklusive der Sommerferien) umfasst, sowie zu den Ferien- und Urlaubs-Bestimmungen des neuen Dienstrechts (GBedG § 114), sondern ist auch im Hinblick auf die Versicherung höchst problematisch und bestenfalls unseriös.

Außerdem werden befristete Verträge in manchen Musikschulen mehr als einmal verlängert, obwohl solche Kettenverträge den Gesetzen bis hin zur entsprechenden EU-Richtlinie widersprechen. Im Gegensatz zu anderen unlauteren Praktiken genügt es jedoch in solchen Fällen, seine Rechte zu kennen. Denn in dem Moment, wo ein befristetes Dienstverhältnis einmal verlängert wurde und nach dem Überschreiten einer bestimmten Frist* weiter fortgesetzt wird, gilt es automatisch als unbefristet.
(* Auch diese Frist wurde im neuen Dienstrecht von 3 Monaten auf 12 Monate empfindlich verlängert.)

Daher:
> Informieren Sie sich!
> Geben Sie die INFOS weiter!
> Hinterfragen Sie alles!

(… selbstverständlich auch unsere Gegenüberstellung:
Wenn Ihnen etwas Widersprüchliches oder Uneindeutiges auffällt, bitte melden!)

Im ANHANG das dritte Thema der häufigsten Dienstrechts-Irrtümer
und hier nochmals alle Links zu den bisher ausgesendeten Dateien der Reihe:

IRRTÜMER Nr. 1: Stundenreduktion
https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2025/09/Irrtuemer01Stundenreduktion.pdf

IRRTÜMER Nr. 2: Verträge & Einstufung
https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2025/09/Irrtuemer02VertraegeEinstufung.pdf

IRRTÜMMER Nr. 3: Befristung & Vertretung
https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2025/10/Irrtuemer03BefristungVertretung.pdf

Mit freundlichen Grüßen
Euer Infonetzwerk-Team

—

Infonetzwerk NÖ Musikschullehrer/innen
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INFO 625

IRRTÜMER: Verträge & Einstufung;
Demo Orchester Baden 4.10.

Liebe Kolleg*innen,

zunächst bitte um Entschuldigung: Aufgrund eines technischen Problems ist die letzte INFO (624) bei einigen Empfängern offenbar versehentlich doppelt angekommen.

… und schon folgt die nächste Meldung. Diese eilt, da die Kundgebung bereits am kommenden Samstag stattfindet:

^ ^ ^

DEMO für den Erhalt des Orchesters
Samstag, 04. Okt. 2025, 10-12 Uhr, Hauptplatz Baden
(jpg im ANHANG)

NÖN (30. September 2025)
Irene Geiger startet Aktion für Erhalt des Bühnenorchesters
https://www.noen.at/baden/unterschriftenliste-baden-irene-geiger-startet-aktion-fuer-erhalt-des-buehnenorchesters-491824240

ÖMR (offener Brief zur Auflösung des Bühnenorchester Baden)
Rückschritt in der Kulturpolitik – NÖ kompromittiert sein Vorzeigeorchester
https://oemr.at/offener-brief-zur-aufloesung-des-buehnenorchester-baden/

PETITION für den Erhalt des Orchesters der Bühne Baden
https://www.younion.at/themen/petition-fuer-das-orchester-baden
(siehe auch INFO 623)

^ ^ ^

Im ANHANG außerdem der 2. Teil der Reihe weit verbreiteter Dienstrechts-Irrtümer beziehungsweise nicht gesetzeskonformer Praktiken im NÖ Musikschulwesen:

IRRTÜMER Nr. 2: Verträge & Einstufung
https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2025/09/Irrtuemer02VertraegeEinstufung.pdf

Beim Thema Verträge mag die Diskrepanz zwischen der gesetzlichen Regelung und den Erfahrungen vieler Kolleg*innen in der Praxis daran liegen, dass für die anderen NÖ Gemeindebediensteten – bis zum Inkrafttreten des neuen Dienstrechts – andere Bestimmungen galten als für uns Musikschullehrkräfte. Für uns galt immer schon, dass wir Dienstverträge “unverzüglich” bekommen müssten. In manchen Musikschulen mussten Kolleg*innen jedoch mitunter monate- oder gar jahrelang auf schriftliche Dienstverträge warten.

In unserem Dienstrechts-Paragraphen (dem § 46 GVBG (NÖ Gemeinde-Vertragsbedienstetengesetz)) wurde in Bezug auf solche allgemeinen dienstrechtlichen Bestimmungen nämlich aufs Vertragsbedienstetengesetz 1948 (VBG) im Bundesrecht verwiesen. Dort steht, was im Gemeindedienst sonst erst im neuen Dienstrecht eingeführt wurde – nämlich, dass “unverzüglich nach dem Beginn des Dienstverhältnisses und spätestens einen Monat nach dem Wirksamkeitsbeginn jeder Änderung des Dienstvertrages eine schriftliche Ausfertigung des Dienstvertrages und allfälliger Nachträge zum Dienstvertrag auszufolgen” ist (§ 4 VBG bzw. § 13 GBedG (NÖ Gemeinde-Bedienstetengesetz 2025)).

Wussten Sie übrigens, dass – ebenfalls immer schon – gesetzliche Verwendungsbeschränkungen für Verwandte oder Verschwägerte in Weisungsverhältnissen galten / gelten?
VBG § 6c: https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Bundesnormen/NOR40133896/NOR40133896.html
GBedG § 11: https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Landesnormen/LNO40071871/LNO40071871.html

^ ^ ^

Nochmals vielen Dank für die Anmeldungen zum Treffen der Personalvertreter/innen!
https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2025/09/Treffen-PV-MS-Einladung.pdf

Wer’s noch nicht dazugesagt hat, bitte noch um Mitteilung, wer im Anschluss zum Mittagessen bleiben möchte – für die Reservierung im Gasthof …

Anmeldung bis 24. Oktober 2025 bei:
Martina Glatz | +43 699 12101502 | martina.isabel.glatz@gmail.com

Mit freundlichen Grüßen
Euer Infonetzwerk-Team

—

Infonetzwerk NÖ Musikschullehrer/innen
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INFO 624

IRRTÜMER: Stundenreduktion, Anmeldung PV-Treffen & Petition kostbare Hölzer

Liebe Kolleg*innen,

leider gibt es viele Dinge im NÖ Musikschulwesen, bei denen die übliche Praxis den gesetzlichen Bestimmungen nicht entspricht. Daher starten wir eine INFO-Reihe zu weit verbreiteten Dienstrechts-“Irrtümern” mit einer Gegenüberstellung dessen, “was viele glauben” und “wie es wirklich ist“. Mit dem ersten Thema (Stundenreduktion) knüpfen wir an die Aussendungen vor den Sommerferien an *.

IRRTÜMER Nr. 1: Stundenreduktion
https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2025/09/Irrtuemer01Stundenreduktion.pdf

* INFO 611-615 (auf der Infonetzwerk-Website unter Nachrichten oder hier zusammengefasst):
https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2025/06/Stundenreduktions-INFOS.pdf

Weitere Dienstrechts-Themen werden folgen. Diesbezügliche Anregungen sowie Ergänzungen zu den Stundenreduktions-Irrtümern werden gerne entgegengenommen! Bitte auch melden, wenn etwas missverständlich oder gar falsch formuliert ist! Wir haben gründlich recherchiert, um Irrtümer aufzuklären. Nichts liegt uns ferner, als neue zu produzieren.

~ ~ ~

Treffen der Personalvertreter/innen aus NÖ Musikschulen:
https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2025/09/Treffen-PV-MS-Einladung.pdf

Danke für alle bereits eingelangten Anmeldungen zum Personalvertreter/innen-Treffen am 8.11. um 10:00 in Wien! Bitte melden, wer noch teilnehmen möchte – und Bescheid sagen, wer im Anschluss im Gasthof Schwabl Wirt zu Mittag essen möchte:

Martina Glatz
+43 699 12101502
martina.isabel.glatz@gmail.com

~ ~ ~

Petition bitte unterzeichnen und teilen:
https://chng.it/JSg9JwBVmk
Rettet die Musik, rettet die kostbaren Hölzer!
(die für den Instrumentenbau von Holzblasinstrumenten sowie Bögen für Streicher unverzichtbar sind)

… mit bestem Dank an die Kollegin fürs Zusenden des Links!
Weitere für die NÖ Musikschullehrkräfte wichtige Informationen zum Veröffentlichen und Weiterleiten übers Infonetzwerk bitte jederzeit gerne an noe-mslehrer@gmx.at schicken!

Mit freundlichen Grüßen
Euer Infonetzwerk-Team

—

Infonetzwerk NÖ Musikschullehrer/innen
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INFO 623

Petition Orchester Baden & Personalvertreter-Treffen 8.11.

Liebe Kolleg*innen,

hier der Link zur Petition für den Erhalt des Badener Orchesters:
https://www.younion.at/themen/petition-fuer-das-orchester-baden

… und hier zugrunde liegenden Informationen zur geplanten Auflösung des Orchesters der Bühne Baden und Übernahme durch das Tonkünstler-Orchester:
https://www.younion.at/themen/verlust-des-orchesters-der-buehne-baden

* * *

Liebe Personalvertreter*innen,

alle Personalvertreter*innen aus den NÖ Musikschulen sind zu einem Treffen eingeladen:

Was? hybrides Personalvertreter*innen-Treffen
Wann? Samstag, 8. November 2025, 10:00 Uhr
Wo? Gasthof Schwabl Wirt (1030 Wien, Erdbergstraße 111 – www.schwabl.at) / oder via Zoom
Wer? amtierende / zukünftige Personalvertreter*innen der NÖ Musikschulen
Wozu? Vernetzung, Informations- & Erfahrungsaustausch, …
Wie? Anmeldung bis 24. Oktober 2025 unter +43 699 12101502 / martina.isabel.glatz@gmail.com

Bitte weitersagen / weiterleiten!

Zum Aushängen in den Musikschulen
die Einladung auch beiliegend als pdf-Datei:
ANHANG: TREFFEN PV MS EINLADUNG

Mit freundlichen Grüßen
Euer Infonetzwerk-Team

—

Infonetzwerk NÖ Musikschullehrer/innen
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INFO 622

MV Waidhofen/Ybbstal &
Prüfungsordnung im Dialog

Liebe Kolleg*innen,

vielen Dank für die zahlreichen Zusendungen zu den Pressemeldungen über den Musikschulverband Waidhofen/Ybbstal! Unten die Schlagzeilen und Links zu den Artikeln.

Zuvor noch ein anderer Link zum MKM. Dort wird die Prüfungsordnung überarbeitet, und alle sind zur Teilnahme eingeladen:

FORUM:EXPERTISE | Prüfungsordnung im Dialog 1
Fr 26. September 2025
9.00 bis 10.30 Uhr | online via ZOOM

FORUM:EXPERTISE | Prüfungsordnung im Dialog 2
Fr 23. Jänner 2026 
9.00 bis 10.30 Uhr | online via ZOOM

Zuletzt waren wir Lehrkräfte in die Entwicklung unserer Rahmenbedingungen meist nicht eingebunden.
Nehmen wir jetzt die Gelegenheit wahr!

Anmeldung und Zugangsdaten unter:
https://www.mkmnoe.at/angebote-fuer-lehrende/forumexpertise-fachgruppen-im-dialog/fachpruefungen/pruefungsordnung-im-dialog
(Beschreibung / Inhalte – siehe ANHANG)


Heute 04.09.2025
Verdächtige Honorare
“180.000 Euro für zwei Lehrer” – Skandal an Musikschule
Manipulierte Belege, fragwürdige Barzahlungen: Nach der Selbstanzeige der Musikschule Waidhofen/Ybbstal liegt “Heute” der brisante Prüfbericht vor.

https://www.heute.at/s/180000-euro-an-zwei-lehrer-skandal-an-musikschule-120128256

NÖN 02.09.2025
Nach Selbstanzeige
Prüfbericht bestätigt Verdacht bei Musikschule Waidhofen/Ybbs
Wegen Unregelmäßigkeiten bei Honorarzahlungen der Musik- und Kunstschule Waidhofen/Ybbstal ließ der Vorstand des Musikschulverbandes ein Prüfungsverfahren einleiten. Dessen Ergebnis liegt nun vor.

https://www.noen.at/ybbstal/nach-selbstanzeige-pruefbericht-bestaetigt-verdacht-bei-musikschule-waidhofen-ybbs-488276729

NÖN 05.09.2025
Sondersitzung
Drei Monate für Aufarbeitung der Mängel bei Musikschule Waidhofen/Ybbs
Rund um die Missstände im Musikschulverband Waidhofen/Ybbstal hat die Gemeindeaufsicht die Staatsanwaltschaft St. Pölten eingeschaltet. Am Donnerstag fand eine Sondersitzung des Vorstands und des Prüfungsausschusses statt, bei der die Erkenntnisse aus dem Prüfbericht der Gemeindeaufsicht erörtert wurden.

https://www.noen.at/ybbstal/sondersitzung-drei-monate-fuer-aufarbeitung-der-maengel-bei-musikschule-waidhofen-ybbs-488853329

DerStandard 05.09.2025
Musikschule Waidhofen/Ybbstal: Staatsanwaltschaft eingeschaltet
Obmann und Bürgermeister Krammer will externe Experten engagieren, um Klarheit über die Missstände zu erhalten.

https://www.derstandard.at/story/3000000286528/musikschule-waidhofenybbstal-staatsanwaltschaft-eingeschaltet

ORF NÖ 06.09.2025
Waidhofen/Ybbs
Causa Musikschule: Justiz soll Missstände prüfen
In der Causa rund um Missstände im Musikschulverband Waidhofen/Ybbstal ist jetzt die Staatsanwaltschaft St. Pölten eingeschaltet worden. Zuvor stellte ein Prüfbericht verschiedene Unregelmäßigkeiten fest.

https://noe.orf.at/stories/3320525/

Auf der Website des Musikschulverbands Waidhofen/Ybbstal ist der gesamte 60seitige Prüfbericht veröffentlicht:
https://musikschulewaidhofen.at/pruefbericht-musikschulverband
https://login.websitekit.at/getpdf/113333/3

In den INFOs über die Rechnungshofberichte waren auch bereits Nachrichten über die Selbstanzeige der Musikschule der Heimatgemeinde des ehemaligen NÖ Landeshauptmann-Stellvertreters und Musikschulbeirats-Vorsitzenden Wolfgang Sobotka enthalten, sowie über die Nachbesetzung des Musikschulleiterpostens des verunglückten Direktors Christian Blahous, unter dessen Leitung es zu den Unregelmäßigkeiten gekommen war:

OÖ Nachrichten (08.08.2025)
Rhapsodie in Moll in der Waidhofner Musikschule
Direktor Christian Blahous’ Tod trübte den Erfolgslauf der Waidhofner Musikschule. Dann flog ein Schwarzgeldskandal auf. Jetzt patzte das Land bei der Wahl der Nachfolgerin.
https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/steyr/rhapsodie-in-moll-in-der-waidhofner-musikschule;art68,4075223

Der Ybbstaler (30.07.2025)
Überraschung: Sandra Stini übernimmt die Musikschule
Nicht wie bereits kolportiert Barbara Ortner, sondern Sandra Stini soll ab 1. September an der Musikschule Waidhofen/Ybbstal als Direktorin eingesetzt werden.

https://www.der-ybbstaler.at/b/ueberraschung-sandra-stini-uebernimmt-die-musikschule/

Mit freundlichen Grüßen
Euer Infonetzwerk-Team

—

Infonetzwerk NÖ Musikschullehrer/innen
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INFO 621

Infonetzwerk-Team Update

Liebe Kolleg*innen,

die langjährige Infonetzwerk-Betreuerin Katharina Rosenberger hat sich beruflich verändert und das nö Musikschulwesen leider verlassen. Judith Bernhart wird ihre Position übernehmen.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Katharina für die großartige Zusammenarbeit und ihr 15 Jahre langes uneigennütziges und unerschrockenes Engagement, sowie bei Judith für ihre ebenso idealistische Bereitschaft zur Nachfolge! Wir werden ihr als Team weiterhin aktiv zur Seite stehen.

Anbei die Kontaktdaten der aktuellen Ansprechpartner*innen 
zum Weiterleiten und Aufhängen in euren Musikschulen:
INFONETZWERK-TEAM (pdf)

Auf der Website finden Sie uns unter “Netzwerk”, zusammen mit einer Chronologie der Entstehung des Infonetzwerks und der Entwicklungen des nö Musikschulwesens:
https://infonetzwerk.oberwalder.info/netzwerk

Wer den NÖ Musikschullehrkräften Neuigkeiten mitteilen möchte, kann das Infonetzwerk auch selbst zum Verteilen von Nachrichten nützen. (Bei einer Angabe nachvollziehbarer Quellen ist die Aussendung auf Wunsch auch anonymisiert möglich.) Informationen von allgemeinem Interesse einfach mit der Bitte um Weiterleitung an noe-mslehrer@gmx.at senden!

Wer die INFOs des Infonetzwerks bekommen möchte, kann sich unter noe-mslehrer@gmx.at für den Newsletter anmelden, dann wird die Mail-Adresse in der Newsletter-Software gespeichert. (Bitte kontrollieren Sie gegebenenfalls Ihren Spam-Ordner, speichern Sie die Infonetzwerk-Adresse in Ihren Kontakten und/oder setzen Sie sie auf Ihre Whitelist!)

Wer die Infos nicht mehr bekommen möchte, kann sich unter noe-mslehrer@gmx.at formlos abmelden, dann wird die Mail-Adresse wieder gelöscht. 

Bitte schreiben Sie uns auch, wenn sich Ihre Mailadresse ändert!

Alles Gute fürs neue Schuljahr!
Mit freundlichen Grüßen
Judiths Infonetzwerk-Team:
Cordula, Nadja, Helenka, Martina, Daniel & Clemens

ANHANG:
INFONETZWERK-TEAM
ANMELDEFORMULAR (Druckversion)

P.S.:
Wie war’s beim Musikschullehrendentag?
Möchte jemand einen Bericht weiterleiten?

2. Musikschullehrendentag Niederösterreich
am 28. August 2025 in Krems
Unter dem Motto “Durch Musik.Kunst.Kultur wachsen” …
https://www.mkmnoe.at/angebote-fuer-lehrende/fort-weiterbildungen/forumlehrende/forumlehrende-musikschullehrendentag

Handout Beat Fehlmann
Musikschullehrendentag Niederösterreich am 28. August 2025
Titel: Musik als Resonanzraum oder Warum machen wir Musik?
Untertitel: Partizipation als Motor für Wandel und Wirksamkeit

https://www.mkmnoe.at/fileadmin/content/angebote_fuer_unterrichtende/fort_und_weiterbildungen/Musikschullehrendentag/Handout_Beat_Fehlmann.pdf

—

Infonetzwerk NÖ Musikschullehrer/innen
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INFO 620

(Rechnungshofbericht Nr. 5)
Ombudsstelle, Verwaltungsprogramm, Erwachsenenregel, Studie

Liebe Kolleg*innen!

Wussten Sie, dass die Ombudsstelle für Musikschulbeschwerden weiterhin besteht und die NÖ Gleichbehandlungsbeauftragte und ihr Team damit weiterhin für Meldungen von Missständen erreichbar ist?

Die Ombudsstelle für Musikschulbeschwerden wurde nach massiven Beschwerden über die Leitung einer Musikschule im Dezember 2022 bei der NÖ Gleichbehandlungsbeauftragten eingerichtet. Diese richtete sich als Anlaufstelle an Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie an Lehrkräfte, ihre Wahrnehmungen, Beobachtungen oder persönliche Erlebnisse von Missständen in NÖ Musikschulen zu melden. […]

Im Zeitraum Jänner 2023 bis 23. Juli 2024 verzeichnete die Ombudsstelle 102 Beschwerden aus 26 Musikschulen, wobei 47 Beschwerden auf zwei Musikschulen der insgesamt 126 NÖ Musikschulen entfielen. (S.6)
Die Beschwerden betrafen primär dienstrechtliche Belange, wie etwa intransparente Stundenvergabe, willkürliches Entziehen von Stunden, Nicht-Ausstellen schriftlicher Dienstverträge, unrichtige Gehaltseinstufungen oder Verpflichtungen zur unentgeltlichen Arbeitsleistung. Vorwürfe wegen sexueller Belästigungen betrafen drei Schulen. Die Bearbeitung erfolgte anonymisiert in Zusammenarbeit mit der NÖ Bildungsdirektion, der MKM Musik & Kunst Schulen Management Niederösterreich GmbH sowie der Abteilung Kunst und Kultur K1. (S.7)

Ombudsstelle für Musikschulbeschwerden
(NÖ Gleichbehandlungsbeauftragte):
https://www.noe.gv.at/noe/Gleichbehandlung-Antidiskriminierung/Ombudsstelle_fuer_Musikschulbeschwerden.html

* * *

Wussten Sie, dass es bald eine neue Verwaltungssoftware geben soll?

…aus einer Stellungnahme der NÖ Landesregierung:
Die elektronische Unterfertigung des Förderantrags mittels ID-Austria ist bereits möglich, sofern die Förderwerberinnen und Förderwerber über die technischen Voraussetzungen verfügen. Im Zuge der Entwicklung des neuen Musikschulverwaltungsprogramms werden weitere Digitalisierungsschritte angestrebt. (S.11)

* * *

Wussten Sie, dass die “Erwachsenenregel” – die bisher im NÖ Musikschulplan (Verordnung der Landesregierung) enthalten war – nun ins neue NÖ Musikschulgesetz 2000 übernommen wurde?

Das Land Niederösterreich fördert Hauptfachunterricht ausschließlich von Kindern und Jugendlichen bis zum vollendeten 24. Lebensjahr (Stichtag 30. Oktober des jeweiligen Schuljahres), sowie Hauptfach- und Ergänzungsfachunterricht in Gruppen, wenn der überwiegende Teil der teilnehmenden Kinder und Jugendlichen zum Stichtag das 24. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. (§ 12 Abs. 2 NÖ Musikschulgesetz 2000 ab 01.01.2027)

NÖ Musikschulgesetz 2000 – Fassung vom 01.01.2027 – § 12 Kriterien der Förderung:
https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Landesnormen/LNO40070542/LNO40070542.html

Manche Gemeinden/Musikschulen hatten davor ihre Budgets aufgebessert, indem sie vom Land für Erwachsenen-Stunden die normale Förderung erhalten, von den erwachsenen Schülern jedoch höhere Tarife eingehoben hatten.

Aufgrund der Möglichkeit, erhöhtes Schulgeld für eigenberechtigte Personen mit einem eigenen Einkommen festzusetzen, hatte der Musikschulerhalter für den Unterricht von Personen von 18 bis 24 Jahren sowohl erhöhtes Schulgeld als auch eine Förderung beziehen können. Dies hätte einen massiven finanziellen Anreiz geboten, vermehrt solche Schüler aufzunehmen und Schüler unter 18 Jahren auf die Warteliste zu setzen. (S.39)

Im Jahr 2010 wurde – unter massiven Protesten bis hin zu einer Demo in St. Pölten und einem Fernsehauftritt beim Bürgeranwalt – die Erwachsenenreglung eingeführt, mit der erwachsene Musikschüler zuerst ab 19 Jahren und später ab 24 Jahren vom Land nicht mehr gefördert wurden.

gesammelte Infos zur Erwachsenenregelung
im Archiv (alte Infonetzwerk-Website) unter Informationen:
https://netzwerk.oberwalder.info/content/index.php?page=23216&f=1&i=16240&s=23216

Im Schuljahr 2022/2023 verzeichneten die NÖ Musikschulen 2.284 Erwachsene über 24 Jahre. Das entsprach einem Anteil von 3,8 Prozent an der Gesamtschülerzahl von 59.451. Die empfohlene Evaluierung der Erwachsenenregel lag nicht vor. (S.39)

* * *

Wussten Sie, dass der erste Landesrechnungshofbericht insbesondere Missstände bei der Auftragsvergabe der Studie “Arbeitsplatz Musikschule” aufgedeckt hat?

In der jetzigen Nachkontrolle wurde nochmals zusammengefasst:
Die Abteilung Kunst und Kultur K1 hatte die Studie nicht beauftragt, jedoch aus Mitteln der NÖ Musikschulförderung bezahlt. Ihrer Ansicht nach war der Auftrag schlüssig erteilt worden. Die Wirtschaftlichkeit und die Zweckmäßigkeit der Auftragsvergabe sowie der Abwicklung der Studie waren nicht nachvollziehbar gewesen. (S.34)
…siehe auch:

INFO 253
Wussten Sie, dass…?
(über Kosten und Auftragsvergabe der Studie “Arbeitsplatz Musikschule”)
https://netzwerk.oberwalder.info/content/index.php?page=14374&f=1&i=7949&s=14374

Die damalige Arbeitszeit-Studie ist übrigens unter anderem zu folgenden Ergebnissen gekommen:

– Die Arbeitszeit der Musikschullehrer/Innen stimmt im Wesentlichen mit dem derzeit geltenden NÖ GVBG überein. (S.96*)
Hätte man nicht eine Unterscheidung zwischen Üben und “berufsbezogenem Üben” bzw. “Üben für den Unterricht” eingeführt, hätte die in der Studie ermittelte Arbeitszeit die Jahresarbeitszeitregelung (A- bis C-Topf) sogar überschritten! …und das, obwohl “die eigene musikalische Betätigung von Leiter/innen und Lehrer/innen durchgehend als sehr wichtig bewertet wird” (S.142*).
Wir haben also damals schon mehr gearbeitet als gesetzlich vorgesehen – dabei ist die Arbeitsbelastung seit 2010 um ein Vielfaches gestiegen (immer kürzere Unterrichtseinheiten, Gruppenunterricht, Klassenmusizieren, Begabtenförderung, Wettbewerbe, Prüfungsordnung, Verwaltungssoftware, größere Verbände usw. usf.)!

– Eine umfangreiche Dokumentation aller Tätigkeiten verursacht einen hohen administrativen Aufwand und bringt keine qualitative Verbesserung in der Musikschularbeit. (S.97*)
– Hoher administrativer Aufwand und mangelnde Anerkennung werden belastend erlebt. (S.107*)

– Terminkollisionen aufgrund mehrerer Dienstverhältnisse werden weitestgehend als belastend eingestuft. (S.140*)

– Die Fahrtzeiten vom Wohnort zu dem/den Hauptdienstort(en) sind erheblich. (S.87*)
– Bis zu zwei Stunden Fahrtzeit zwischen den Unterrichtsstandorten werden gemäß NÖ GVBG auf die Sonstigen Tätigkeiten angerechnet – 5% der LehrerInnen liegen nach den Aufzeichnungen über diesen zwei Stunden Fahrtzeit pro Unterrichtswoche (bei 37 Unterrichtswochen). (S.88*)

– Ein Großteil der befragten Lehrer/Innen und Leiter/Innen setzt neben eigenen Instrumenten auch noch weitere eigene Ressourcen ein. (S.141*)
– Nicht an allen Musikschulen steht ein PC für die Musikschullehrer/Innen für administrative Tätigkeiten zur Verfügung. (S.133*)

* Studie Arbeitsplatz Musikschule (2006 bis 2010):
https://www.mkmnoe.at/fileadmin/content/Publikationen/41642P_Buch_Kern_report.pdf

* * *

Da das bisherige Fördersystem nur mehr im kommenden Schuljahr weiter besteht und die Musikschulförderung ab dem Schuljahr 2026/27 (Förderjahr 2027) auf grundlegend veränderten Vorgaben beruhen wird, hat sich der Landesrechnungshof bei seiner neuerlichen Prüfung der Förderungs-Abwicklung durch die vom Land NÖ ausgelagerten GmbHs auf die Nachkontrolle seiner früheren Prüfungsergebnisse beschränkt.

Prüfungsgegenstand: Der Landesrechnungshof überprüfte die Umsetzung der 17 Empfehlungen zum NÖ Musikschulwesen aus dem Bericht 9/2014 “Geschäftsbesorgung zur Förderung der NÖ Volkskultur, Museen, Sammlungen und der NÖ Musikschulen”, … (S.1)

aktueller Landesrechnungshof-Bericht 4 | 2025 (ANHANG):
Geschäftsbesorgung zur Förderung der NÖ Musikschulen, Nachkontrolle
https://www.lrh-noe.at/images/pdf/2025/4-2025_-_geschaeftsbesorgung_zur_foerderung_der_noe_musikschulen_Nachkontrolle.pdf

erster Landesrechnungshof-Bericht 9 | 2014:
Geschäftsbesorgung zur Förderung der NÖ Volkskultur, Museen, Sammlungen und der NÖ Musikschulen
https://www.lrh-noe.at/images/pdf/2014/9_2014_-_geschaeftsbesorgung_zur_foerderung_der_volkskultur_museen_sammlungen_und_der_musikschulen.pdf

* * *

Was das neue Fördersystem bringen wird, wird sich erst in Zukunft zeigen. Bisher ist noch nicht klar definiert, worin z.B. die so genannten “Indikatoren” bestehen und wie der variable Förderanteil in der Praxis umgesetzt wird…

Laut Musikschulgesetz sieht das neue Fördersystem unter anderem vor:
+ Mindestgröße von 300 Wochenstunden (keine Regionalmusikschulen mehr)
+ nur mehr Gemeinden oder Gemeindeverbände (keine Vereine mehr)
+ statt Basisförderung, Wochenstundenförderung (nach Einstufung der Lehrkräfte) und Strukturförderung zukünftig:

– fixer Förderanteil (30% der Personalkosten)
– variabler Förderanteil (höchstens 15% der Personalkosten – je nach Erfüllung der Indikatoren)
– Strukturförderung (höchstens 10% – für unterrepräsentierte Fächer, Qualitätsmaßnahmen (wie bisher) und (neu) für regionale & strukturelle Besonderheiten)

NÖ Musikschulgesetz 2000 – Fassung vom 01.01.2027 – § 13 Bemessung der Förderung:
https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Landesnormen/LNO40070543/LNO40070543.html

NÖ Musikschulgesetz 2000 (gesamte Rechtsvorschrift) derzeit:
https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=LrNO&Gesetzesnummer=20000771
Musikschulgesetzes-Novelle – Fassung vom 01.01.2027:
https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=LrNO&Gesetzesnummer=20000771&FassungVom=2027-01-01

* * *

gesammelte INFOs zum Landesrechnungshofbericht (Nr. 1 – 5) im ANHANG:
https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2025/08/INFOs-Rechnungshofbericht.pdf
INFO 616: Leistungsentgelte & Personalkosten MKM
INFO 617: Strukturförderung: Leiterhearings, Sonderverträge, …
INFO 618: Musikschulbeirat, Musikschulplan & Leitung Waidhofen
INFO 619: Musikschulfinanzierung, Monitoring, …
INFO 620: Ombudsstelle, Verwaltungsprogramm, Erwachsenenregel, Studie

Schöne Ferien weiterhin!
Mit freundlichen Grüßen
Euer Infonetzwerk-Team

P.S.:
Nachtrag zur Musikschule Waidhofen/Ybbstal:
Ein Kollege hat uns als Antwort auf die INFO 618 die folgenden Links geschickt – dankeschön!

ORF NÖ (12.08.2025)
Verdächtige Honorare: Musikschule zeigt sich selbst an
https://noe.orf.at/stories/3317292/

Der beliebte Leiter der Kunst- und Musikschule Waidhofen/Ybbstal verunglückte in den Osterferien tödlich. Der 58-Jährige leitete die Musikschule seit 2014, rasch musste ein interimistischer Leiter bestellt werden. Dieser hatte die Funktion bereits zuvor viele Jahre inne, und er bemerkte Unregelmäßigkeiten bei Honorarauszahlungen.
Gesetzliche Beiträge wie Sozialversicherungsabgaben seien möglicherweise nicht abgeführt worden, bestätigte der Obmann des Ybbstaler Musikschulverbands und Waidhofner Bürgermeister Werner Krammer (ÖVP) den Verdacht. […]
Über weitere Details, etwa zur Höhe der Beträge oder über möglicherweise involvierte Personen, könne er zum aktuellen Zeitpunkt nichts sagen, da die Prüfung noch laufe. Es gebe aber keine Anzeichen, dass sich der ehemalige Leiter persönliche Vorteile verschafft habe, so Krammer.

OÖ Nachrichten (08.08.2025)
Rhapsodie in Moll in der Waidhofner Musikschule
https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/steyr/rhapsodie-in-moll-in-der-waidhofner-musikschule;art68,4075223
Direktor Christian Blahous’ Tod trübte den Erfolgslauf der Waidhofner Musikschule. Dann flog ein Schwarzgeldskandal auf. Jetzt patzte das Land bei der Wahl der Nachfolgerin.

…siehe auch:

Der Ybbstaler (30.07.2025)
Überraschung: Sandra Stini übernimmt die Musikschule
Nicht wie bereits kolportiert Barbara Ortner, sondern Sandra Stini soll ab 1. September an der Musikschule Waidhofen/Ybbstal als Direktorin eingesetzt werden.

https://www.der-ybbstaler.at/b/ueberraschung-sandra-stini-uebernimmt-die-musikschule/

Der Ybbstaler (22.06.2025)
Kammerorchester begeisterte im Sommerkonzert
https://www.der-ybbstaler.at/b/kammerorchester-begeisterte-im-sommerkonzert/
Dirigent Wolfgang Sobotka widmete das Konzert dem im April tragisch verunglückten Musikschuldirektor Christian Blahous …

—

Infonetzwerk NÖ Musikschullehrer/innen
www.noe-musikschulinfo.net
noe-mslehrer@gmx.at

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INFO 619

(Rechnungshofbericht Nr. 4)
Musikschulfinanzierung, Monitoring, …

Liebe Kolleg*innen!

Wussten Sie, dass die so genannte “Drittellösung” (Elternbeiträge, Gemeinden, Landesmittel) zwar vereinbart war, aber nie für verbindlich erklärt und auch nicht erreicht wurde?

Abbildung 1: Finanzierung der Musikschulen in Millionen Euro (ANHANG)
https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2025/07/LRH-Abbildung-1.png

Im Jahr 2023 finanzierten die Musikschulerhalter den Gesamtaufwand der NÖ Musikschulen zu rund 39,0 Prozent, die Musikschulförderung des Landes NÖ zu rund 35,1 Prozent und das Schulgeld beziehungsweise die Elternbeiträge zu rund 25,9 Prozent.
Demnach stieg der Finanzierungsanteil der Musikschulerhalter um 0,7 Prozentpunkte, während der Landesanteil um 1,2 Prozentpunkte sank und der Finanzierungsanteil des Schulgelds um 0,5 Prozentpunkte stieg.
(S.4)

: : :

Wussten Sie, dass der finanzielle Gesamtaufwand für den Musikschulbetrieb im letzten Jahrzehnt um mehr als 27% auf rund 104,70 Millionen Euro im Jahr 2023 angestiegen ist?

Im Förderjahr 2012 bestanden 132 NÖ Musikschulen mit 56.615 Schülerinnen und Schülern, 2.299 Lehrkräften und 34.810 Wochenstunden. Diese Musikschulen wurden von 60 Gemeinden, 69 Gemeindeverbänden und drei von Gemeinden finanzierten Vereinen betrieben. Der Gesamtaufwand für den Betrieb betrug im Jahr 2012 rund 82,24 Millionen Euro.
Im Jahr 2023 bestanden 126 Musikschulen mit 60.314 Schülerinnen und Schülern, 2.148 Lehrkräften und 35.400 Wochenstunden. Diese Musikschulen wurden von 51 Gemeinden, 73 Gemeindeverbänden und zwei von Gemeinden finanzierten Vereinen betrieben. Der Gesamtaufwand für den Betrieb betrug im Jahr 2023 rund 104,70 Millionen Euro. Das entsprach einer Steigerung um 22,46 Millionen Euro oder 27,3 Prozent.
(S.2)

: : :

Wussten Sie, dass es beim neuen Dienst- und Förderrecht unter anderem darum gehen sollte, diese Steigerung einzudämmen?

Sowohl das Land NÖ als auch die Gemeinden strebten eine nachhaltige, mittel- und langfristig planbare Finanzierungsstruktur im Musikschulwesen an, die geringere Steigerungsraten als bisher vorsah. (S.12)

W a s  m e i n e n  S i e :
Wird die Finanzierung der NÖ Musikschulen mittel- bis langfristig besser planbar werden –
und wenn ja, vor allem für wen und um welchen Preis?

– Erfahrungsanstieg nur mehr alle 6 Jahre statt Vorrückung alle 2 Jahre
– Kann-Bestimmungen bei der Anrechnung von Berufserfahrung statt Stichtagsberechnung
– kein Fahrtkostenzuschuss mehr im Neuen Dienstrecht
– weniger Leiter, dafür Funktionsdienstposten (Stellvertreter, Standortleiter, Fachgruppenleiter) und Sekretariate
– (ab 3 Schülern gestaffelte) höhere Wertigkeiten für Gruppenunterricht
– Förderung von fixen 30 % und nach veränderbaren Indikatoren statt in erster Linie nach Lehrerqualifikation
– Angleichung der Schulgeld-Tarife im Zuge der Verbands-Zusammenlegungen …

Welche Vorgaben / Maßnahmen werden sich noch auswirken und wie?
D i s k u t i e r e n  S i e  m i t  im Musikschullehrer/innen Forum:
https://414971.forumromanum.com/member/forum/forum.php?action=std_tindex&USER=user_414971&threadid=2

… z.B. beim Diskussions-Beitrag “Anfang vom Ende?” zum Musikschul-Austritt –
siehe auch INFO 610 (Musikschul-Austritt & Förderung über 65):
https://infonetzwerk.oberwalder.info/2025/06/info-610/

: : :

Wussten Sie, dass es eine “Taskforce Musikschulentwicklung” gab / gibt?
(W i s s e n  S i e  / weiß jemand von Ihnen, wer in diesen Arbeitsgruppen mitgearbeitet hat / mitarbeitet?)

Im Herbst 2021 beauftragte die Landeshauptfrau eine Arbeitsgruppe, mit den Trägern der Musikschulen (Gemeinden und Gemeindeverbände) das seit zwanzig Jahren bestehende System der Finanzierung und der Förderung der Musikschulen zu evaluieren und zu überarbeiten. (S.12)

…sich verschiedene Arbeitsgruppen (Verwaltungsprogramm, Indikatoren und Strukturförderung) der im Herbst 2023 gegründeten „Taskforce Musikschulentwicklung“ auch mit der Entwicklung von messbaren Indikatoren befassten.
Die Abteilung Kunst und Kultur K1 sicherte zu, dass mit 1. Jänner 2027 (Inkrafttreten der Novelle des NÖ Musikschulgesetzes 2000) das geplante Musikschulentwicklungskonzept NEU und das Förderungsmodell NEU vorliegen und objektive Messkriterien enthalten werden.
(S.15)

: : :

Wussten Sie, dass das Musikschul-Monitoring, sowie Bestrebungen nach “messbaren Zielvorgaben” und “Indikatoren” auf Empfehlungen des Landesrechnungshofs zurückgehen?

Dazu hatte der Landesrechnungshof in Ergebnis 19 des Vorberichts empfohlen:
“Die Abteilung Kunst und Kultur K1 sollte die Musikschulstatistik weiterentwickeln und verstärkt zur Steuerung nutzen. Dazu sind messbare Zielvorgaben durch statistische Daten zu unterlegen und zu verfolgen.”
(S.16)

Stellungnahme der NÖ Landesregierung:
Das bereits bestehende Musikschul-Monitoring wird mit Inkrafttreten der Novelle zum NÖ Musikschulgesetz 2000 ab dem Schuljahr 2026/2027 um Förder-Indikatoren ergänzt werden, die eine Verfeinerung des bisherigen Monitorings darstellen.
(S.17)

Musikschul-Monitoring
(bereits 4 Downloads der Schuljahre 2020/21 – 2023/24 unter):
https://www.mkmnoe.at/service-fuer-schulen/allgemeine-informationen/musikschulmonitoring

: : :

Wussten Sie, dass die stichprobenartigen Prüfungen durchs MKM auf dem Geschäftsbesorgungsvertrag der Kultur.Region.Niederösterreich GmbH mit der für die Musikschulförderung zuständigen Abteilung des Landes beruhen?

Die KULTUR.REGION.NIEDERÖSTERREICH GmbH war laut Geschäftsbesorgungsvertrag verpflichtet gewesen, jährlich mit einer repräsentativen Stichprobe die widmungsgemäße Verwendung der gewährten Förderungen zu überprüfen. Diese Überprüfungen hatte die Musikschulmanagement Niederösterreich GmbH durchgeführt. (S.26)

In den Schuljahren 2019/2020 bis 2022/2023 wurden zwischen zwölf und 24 Stichproben überprüft, welche sich nach Zeitintervallen aus sogenannten “Fixstartern” und aus zufällig gezogenen Stichproben zusammensetzten.
Im Prüfungsjahr 2021/2022 wurden von sieben Musikschulterhaltern insgesamt 61.486,62 Euro zurückgefordert beziehungsweise von der nächsten Musikschulförderungsrate abgezogen, zum Beispiel wegen unkorrekter Einstufung einer Lehrkraft.
(S.27)

: : :

Eine INFO mit einer Aufbereitung der restlichen Themen des Landesrechnungshofberichts folgt noch…

Landesrechnungshof NÖ Bericht 4 | 2025
Geschäftsbesorgung zur Förderung der NÖ Musikschulen, Nachkontrolle
https://www.lrh-noe.at/images/pdf/2025/4-2025_-_geschaeftsbesorgung_zur_foerderung_der_noe_musikschulen_Nachkontrolle.pdf

INFO 257
Wussten Sie, dass…?
(über Talenteklassen, Musikschulplan, Punktewerkt usw.)

https://netzwerk.oberwalder.info/content/index.php?page=30203&f=1&i=7949&s=30203

: : :

vorige INFO 618 (Rechnungshofbericht Nr.3)
Musikschulbeirat, Musikschulplan & Leitung Waidhofen
https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2025/08/INFO-618-Rechnungshofbericht-3.pdf

INFO 617 (Rechnungshofbericht Nr.2)
Strukturförderung: Leiterhearings, Sonderverträge, …
https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2025/07/INFO-617-Rechnungshofbericht-2.pdf

INFO 616 (Rechnungshofbericht Nr.1)
Leistungsentgelte & Personalkosten MKM
https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2025/07/INFO-616-Rechnungshofbericht-1.pdf

: : :

Falls Sie Informationen über die “Taskforce Musikschulentwicklung” oder andere Arbeitsgruppen haben (entweder zu den Mitgliedern oder auch zu den Inhalten wie Indikatoren, Strukturförderung, Verwaltungsprogramm, …), schicken Sie sie uns bitte an die Infonetzwerk-Adresse: noe-mslehrer@gmx.at  – bei gesicherten Informationen auch gerne zum Weiterleiten an unseren Mail-Verteiler (bei Bedarf auch anonymisiert)!

Schöne Ferien weiterhin!
Mit freundlichen Grüßen
Euer Infonetzwerk-Team

—

Infonetzwerk NÖ Musikschullehrer/innen
www.noe-musikschulinfo.net
noe-mslehrer@gmx.at

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INFO 618

(Rechnungshofbericht Nr. 3)
Musikschulbeirat, Musikschulplan & Leitung Waidhofen

Liebe Kolleg*innen!

Wussten Sie, dass wir Musikschullehrer im Musikschulbeirat kein Stimmrecht haben?

Der Musikschulbeirat ist das Beratungsgremium der Landesregierung in Musikschulfragen – hauptsächlich zur Musikschulförderung. Dort wird insbesondere der NÖ Musikschulplan erarbeitet, die Vergabe der Strukturförderung erfolgt ebenfalls auf Vorschlag des Musikschulbeirats, und in Zukunft werden womöglich auch die “Indikatoren” für den variablen Förderanteil dort ‘evaluiert’ werden.

Laut Musikschulgesetz 2000 (§ 11 Abs. 8) hat der Musikschulbeirat zu seiner Beratung Fachleute beizuziehen, und zwar unter anderem Vertreter der Musikschulleiter und -lehrer. Traurig genug, dass nicht vorgesehen ist, die von den dortigen Beschlüssen in der Praxis Betroffenen stimmberechtigt in den Entscheidungsprozess einzubeziehen, sondern dass sie selbst offiziell nur als Berater zugelassen werden. Aber in der Praxis funktioniert nicht einmal das:

Wussten Sie, dass die beigezogenen Fachleute im Musikschulbeirat die meisten Unterlagen nicht bekommen und ihre Beratungsfunktion daher nicht ausüben können?

Im Zuge der Nachkontrolle stellte der Landesrechnungshof dazu am Beispiel der 40. Musikschulbeiratssitzung am 7. März 2024 fest, dass die stimmberechtigten Mitglieder am 23. Februar 2024 die Einladung samt Tagesordnung und am 6. März 2024 die Unterlagen zu den Tagesordnungspunkten erhielten. Darunter waren der Musikschulplan 2025 mit der Verteilung der geförderten Wochenstunden für das Schuljahr 2024/25, Unterlagen zur Strukturförderung 2025 und Musikschulentwicklung sowie Berichte zur Musikschulförderung 2023 aus der MKM Musik & Kunst Schulen Management Niederösterreich GmbH und der KULTUR.REGION.NIEDERÖSTERREICH GmbH.
Die beigezogenen Fachleute erhielten lediglich die Unterlage zur Strukturförderung und konnten sich demnach nicht auf die anderen Tagesordnungspunkte vorbereiten.
(S.36)

Wussten Sie, dass derzeit nicht einmal ein Musikschullehrer als Lehrervertreter im Musikschulbeirat vertreten ist?

Seit Martina Glatz und ihre Kolleg*innen von ihren Funktionen im Musikschulausschuss der Gewerkschaft zurückgetreten sind, waren die NÖ Musikschullehrer*innen auch im Musikschulbeirat der Landesregierung nicht mehr durch eine Lehrkraft vertreten, sondern durch Michael Schmid, den Landessekretär, und Robert Rosenthaler, den Landesvorsitzenden-Stellvertreter der younion NÖ.
Es haben zwar einige (vor allem Leiter-)Kolleg*innen an den Sitzungen teilgenommen, jedoch nicht als Vertreter der Lehrer, sondern von Institutionen wie dem Blasmusikverband oder Musik der Jugend, oder als Vertreter der Leiter.

Musikschulbeirat (MKM-Website):
https://www.mkmnoe.at/service-fuer-schulen/musikschulbeirat
unter “Mitglieder und Geschäftsordnung”:
+ PDF-Datei “Mitglieder des Musikschulbeirates aktuell” (ohne beratende Fachleute)
+ FOTO der Teilnehmer*innen an der letzten Sitzung im März 2025 (stimmberechtigte und beratende) – siehe ANHANG

INFO 256
Wussten Sie, dass…?
(über Geschäftsordnung und Stimmrecht im Musikschulbeirat)
https://netzwerk.oberwalder.info/content/index.php?page=6374&f=1&i=7949&s=6374

INFO 581
Rücktritt Musikschulausschuss Gewerkschaft
https://infonetzwerk.oberwalder.info/2024/01/info-581/
https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2024/01/MSA-Austritt.pdf

+ + +

Wussten Sie, dass der Musikschulplan fürs nächste Schuljahr schon online ist?

NÖ Musikschulplan – Fassung vom 01.09.2025 – im RIS (Rechtsinformationssystem des Bundeskanzleramts):
https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=LrNO&Gesetzesnummer=20001005&FassungVom=2025-09-01

Außerdem der Link zur Anlage 2, dem ‘Herzstück’ des Musikschulplans, das die Anzahl der vom Land geförderten Wochenstunden für jede Musikschule enthält, sowie – zum Vergleich – die alte Fassung des vergangenen Schuljahrs.

NÖ Musikschulplan – Anlage 2 – geförderte Wochenstunden 2025 (Schuljahr 25/26) – siehe ANHANG:
https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Landesnormen/LNO40081615/Anlage_2.pdf
NÖ Musikschulplan – Anlage 2 – geförderte Wochenstunden 2024 (Schuljahr 24/25):
https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Landesnormen/LNO40073072/Anlage_2.pdf

Wussten Sie, dass die Lockerung der ‘Deckelung’ der Gesamtzahl der geförderten Wochenstunden und damit die Ermöglichung ihrer Erhöhung im letzten Musikschulplan auf eine Empfehlung des Landesrechnungshofs zurückgeht?

Nach dem NÖ Musikschulgesetz 2000 hatte die Gesamtzahl der geförderten Wochenstunden nach Bedarf festgesetzt werden können. Im Musikschulbeirat am 24. März 2010 war ohne weitere Begründung festgehalten worden, dass keine weiteren Wochenstunden vergeben werden. […]

Dazu hatte der Landesrechnungshof in Ergebnis 31 des Vorberichts empfohlen:
“Die Abteilung Kunst und Kultur K1 hat die Entwicklung und die Verteilung der Wochenstunden zu evaluieren, um einen Mehrbedarf an geförderten Wochenstunden berücksichtigen zu können. Dabei sollte insbesondere die starre Festsetzung der geförderten Wochenstunden überdacht werden.”
(S.40)

Im Musikschuljahr 2024/2025 enthielten die Protokolle zum Musikschulbeirat keine nachvollziehbaren Grundlagen für die Vergabe der Wochenstunden. An einem Vergabemodell wurde gearbeitet. (S.III)

Der NÖ Musikschulplan vom 9. Juli 2024 (Verordnung der NÖ Landesregierung) erhöhte die Gesamtzahl der geförderten Wochenstunden für 121 Musikschulen 2024/25 um 486 oder 1,5 Prozent auf insgesamt 33.017.
Die Erhöhung beruhte auf dem Konzept der MKM Musik & Kunst Schulen Management Niederösterreich GmbH für die Verteilung der geförderten Unterrichtsstunden…
(S.41)

+ + +

P.S. zur letzten INFO über die Besetzung des Leitungs-Postens der Musikschule Waidhofen/Ybbstal:
Ein Kollege hat uns geschrieben, dass der zitierte NÖN-Artikel bereits überholt war – danke für den Hinweis!

Der Ybbstaler, 30. Juli 2025:
Überraschung: Sandra Stini übernimmt die Musikschule
Nicht wie bereits kolportiert Barbara Ortner, sondern Sandra Stini soll ab 1. September an der Musikschule Waidhofen/Ybbstal als Direktorin eingesetzt werden
.
https://www.der-ybbstaler.at/b/ueberraschung-sandra-stini-uebernimmt-die-musikschule/

Auch sie war unter anderem viele Jahre im MKM tätig und hat mit der damaligen Geschäftsführerin Michaela Hahn auch an der Musikuni zusammengearbeitet (mdw: Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, IKM: Institut für Kulturmanagement und Gender Studies) …

Bei der für die endgültige Bestellung nochmaligen Prüfung der Qualifikation durch das Musik- und Kunstschulmanagement und die für die rechtliche Beurteilung ebendieser zuständigen Abteilung des Landes NÖ stellte sich jedoch heraus, dass die vom neuen Dienstrecht, welches seit 1.1.2025 in Kraft ist, geforderten Voraussetzungen von Barbara Ortner nicht vollständig erfüllt werden. […]
„[…] Die Basis dafür ist eine Haltung, die den rechtlichen und gesetzlichen Rahmen voll und ganz ernst nimmt“, sagt Verbandsobmann Bürgermeister Werner Krammer.
Dies umso mehr, als im Zuge der interimistischen Leitung diverse Unregelmäßigkeiten zu Tage getreten sind, die auf gesetzlich nicht gedeckte Handlungen in der Vergangenheit zurückzuführen sind. Vom Vorstand unter der Leitung von Verbands­obmann Werner Krammer sind diesbezüglich unverzüglich die Gemeindeaufsicht und das Musik- und Kunstschulmanagement zur Durchführung entsprechender Prüfungen beauftragt worden. Ein entsprechendes Prüfungsverfahren wurde eingeleitet.

Weiß jemand etwas über dieses Prüfungsverfahrung und die “gesetzlich nicht gedeckten Handlungen in der Vergangenheit” der Musikschule der Heimatgemeinde des ehemaligen Musikschulbeirats-Vorsitzenden Wolfgang Sobotka (früher unter anderem NÖ Landeshauptmann-Stellvertreter unter Erwin Pröll, zuletzt Nationalrats-Präsident, …)?

+ + +

Landesrechnungshof NÖ Bericht 4 | 2025
Geschäftsbesorgung zur Förderung der NÖ Musikschulen, Nachkontrolle
https://www.lrh-noe.at/images/pdf/2025/4-2025_-_geschaeftsbesorgung_zur_foerderung_der_noe_musikschulen_Nachkontrolle.pdf

vorige INFO 617 (Rechnungshofbericht Nr.2)
Strukturförderung: Leiterhearings, Sonderverträge, …
https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2025/07/INFO-617-Rechnungshofbericht-2.pdf

INFO 616 (Rechnungshofbericht Nr.1)
Leistungsentgelte & Personalkosten MKM
https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2025/07/INFO-616-Rechnungshofbericht-1.pdf

Schöne Ferien weiterhin!
Mit freundlichen Grüßen
Euer Infonetzwerk-Team

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