Infos

INFO 653

… wie Musik uns lehrt, einander zuzuhören

Liebe Kolleg*innen,

“Kultur, Bildung, Wissenschaft und freie Kunst sind keine Nebensachen. Sie stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt und damit die Widerstandsfähigkeit einer Demokratie.”

… sagt Maria Kalesnikava in ihrer berührenden Festrede zur Eröffnung der Salzburger Festspiele:
https://on.orf.at/video/14330808/16128343/festspielrede-der-freiheitskaempferin-maria-kalesnikava
(Ausstrahlung: 26.07.2026, 11:00 Uhr | ORF 2 – Verfügbarkeit bis 22.01.2027)

Die belarussische Flötistin und Freiheitskämpferin erklärt – 226 Tage nach ihrer Freilassung aus einer mehrjährigen, lebensbedrohlichen politischen Gefangenschaft – die Bedeutung der Musik für eine freie Gesellschaft:

“Wir leben in einer Welt voller Worte, voller Meinungen und voller Informationen. Aber vielleicht verlieren wir dadurch etwas viel Wichtigeres: Die Fähigkeit, einander wirklich zuzuhören. Darin liegt für mich eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Demokratien geraten nicht erst dann in Gefahr, wenn Menschen nicht mehr sprechen dürfen. Sie geraten bereits dann in Gefahr, wenn Menschen aufhören, einander zuzuhören. Denn in jenem Moment, in dem wir aufhören zuzuhören, hören wir allmählich auch auf, den anderen als Menschen wahrzunehmen.

Ich bin vor allem Musikerin. Vielleicht war genau das mein größtes Glück. Denn dort, wo Worte verstummten, blieb mir die Musik. In den härtesten Monaten der Isolationshaft hörte sie in meinem Inneren niemals auf zu klingen. […] Damals habe ich eine einfache Wahrheit verstanden: Freiheit beginnt im Inneren des Menschen. Man kann sie einschränken, man kann sie verletzen, aber man kann sie einem Menschen nicht nehmen, solange er sie nicht selbst aufgibt. Sie begleitet den Menschen dorthin, wohin ihm niemand folgen kann, in seine Erinnerung, seine Fantasie und sein Gewissen. Deshalb kann Kunst und Kultur dort die Freiheit bewahren, wo die äußere Freiheit verloren geht. […]

Musik kann nicht nur den einzelnen Menschen, sondern auch eine Gesellschaft lehren, aufeinander zu hören. Ein Orchester ist eines der schönsten Modelle einer freien Gesellschaft: Jede Musikerin und jeder Musiker bringt eine eigene Erfahrung, einen eigenen Charakter und eine eigene Stimme mit. Niemand muss dafür seine Individualität aufgeben – im Gegenteil: Diese Individualität macht die Musik lebendig. Doch Musik entsteht erst dann, wenn Menschen bereit sind, mehr zu tun, als nur ihre eigene Stimme hörbar zu machen. Sie entsteht dort, wo sie aufeinander hören, wo jeder weiß, wann er führen und wann er folgen muss, wann er Raum gibt und den anderen vertraut. So entfalten sich Harmonie und Schönheit – nicht aus Gleichförmigkeit, sondern aus Freiheit, Respekt und gegenseitiger Aufmerksamkeit.

………………………

GEHALTSTABELLEN

Wir entschuldigen uns für die unpassende Vermischung dieser Zitate mit so etwas Profanem wie Gehältern, aber wir möchten euch in den Ferien auch nicht mit lauter extra Nachrichten überschwemmen, zumal die letzte INFO (652) erst gestern ausgeschickt wurde …

Bezugnehmend auf eine Anfrage übermitteln wir nochmals die diesen Monat wirksam gewordenen Gehaltstabellen und bedanken uns für die Erinnerung!

ANHANG: Rundschreiben der Gewerkschaft zu den letzten Gehaltsverhandlungen
https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2025/11/Gehaltstabellen2026-28Rundschreiben.pdf

Die Verhandlungen waren zwar bereits im vergangenen Herbst 2025 (siehe INFO 630).
Die neuen (erhöhten) Gehälter gelten aber trotzdem erst ab diesem Monat (1. Juli 2026).

Falls ihr eure Entlohnungsgruppe im Gewerkschafts-Rundschreiben nicht findet, da es einerseits nicht nur unsere Musikschullehrer-Gehälter und andererseits auch bereits zukünftige Gehaltstabellen enthält (die ab 1. August 2027 und 1. September 2028 gelten sollen), hier auch noch die Links zu den aktuellen Tabellen in den entsprechenden Gesetzes-Paragraphen unserer derzeit 3 Gehalts-Schemata:

  1. l-Schema (altes Dienstrecht): GVBG § 46k
  2. ms-Schema (weiter bestehendes Dienstrecht): GVBG § 46g
  3. MK-Schema (neues Dienstrecht): GBedG § 70 Abs. 1 Ziffer 6.

Frühere Gehaltstabellen und alphabetisch aufbereitete Informationen zu weiteren Dienstrechtsthemen (weiter bestehendes und neues Dienstrecht gegenübergestellt) sind auf der Infonetzwerk-Website unter INFORMATION zu finden: https://infonetzwerk.oberwalder.info/informationen/

Mit freundlichen Grüßen
Euer Infonetzwerk-Team

Infonetzwerk NÖ Musikschullehrer/innen
www.noe-musikschulinfo.net
noe-mslehrer@gmx.at

Der Inhalt von verlinkten oder weitergeleiteten Nachrichten oder Texten spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung der Netzwerk-Betreiber wider. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Informationen kann keine Garantie übernommen werden. Alle Infomails stehen auf der Netzwerk-Homepage zum Nachlesen zur Verfügung. Bitte um kurze Rückmeldung an obige Mailadresse, falls Sie die Nachrichten des Infonetzwerks nicht mehr erhalten möchten.

INFO 652

Musikschulplan, Musikschulleitungs-Lehrgang, Bildungsreform, …

Liebe Kolleg*innen,

vorweg danke für die zahlreiche Unterstützung der Petition (INFO 651)
Für den Erhalt und den Ausbau der Qualität an Niederösterreichs Musikschulen
https://mein.aufstehn.at/petitions/fur-den-erhalt-und-den-ausbau-der-qualitat-an-niederosterreichs-musikschulen

… und hier noch ein weiterer Medienbericht über den Fall aus Wr. Neudorf:
Heute (15.07.2026) Star-Trompeter fristlos entlassen – weil er musiziert
https://www.heute.at/s/star-trompeter-rother-entlassen-weil-er-musiziert-120223183

MUSIKSCHULPLAN

Der Musikschulplan für das kommende Schuljahr 2026/27 (Förderjahr 2027) ist bereits online:
https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=LrNO&Gesetzesnummer=20001005&FassungVom=2027-01-01
ANHANG: PDF
(Quelle: MKM – Rechtliches:
https://www.mkmnoe.at/service-fuer-schulen/rechtsgrundlagen/noe-musikschulgesetz-noe-musikschulfoerderungsverordnung-noe-gemeindeverbandsrecht-noe-musikschulplan-musikschulstatut#c1587)

Hier insbesondere der Link zu den neuen Indikatoren:
https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Landesnormen/LNO40087981/LNO40087981.html
… die vorläufig im kommenden Schuljahr (Förderjahr) gelten – denn:

Anhand der Ergebnisse der statistischen Datenerfassungen im Monitoring des NÖ Musik- und Kunstschulwesens kann durch Änderung dieser Indikatoren von der zuständigen Abteilung des Amtes der NÖ Landesregierung steuernd eingegriffen werden.
Musikschul-Entwicklungskonzept (Anlage 3):
https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Landesnormen/LNO40087980/Anlage_3.pdf

Außerdem die Tabelle der Musikschulen bzw. Musik- und Kunstschulen mit den geförderten Wochenstunden (Anlage 2):
https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Landesnormen/LNO40087979/Anlage_2.pdf

MUSIKSCHULLEITUNG

An der Donauuniversität Krems gibt es ein neues Weiterbildungsprogramm “Musik- und Kunstschulleitung” in Kooperation mit dem MKM Musik & Kunst Schulen Management und Tamara Ofenauer-Haas als Co-Studienleitung:
https://www.donau-uni.ac.at/de/studium/musik–und-kunstschulleitung–i—qualifizierung.html#%C3%9Cberblick

Die MKM Geschäftsführerin fungiert auch als Herausgeberin der Publikation
Musikschulleitung. Am PULS der Zeit – und morgen!
https://www.mkmnoe.at/ueber-uns/shop/details/musikschulleitung-am-puls-der-zeit-und-morgen
Inhaltsverzeichnis & Leseprobe:
https://www.mkmnoe.at/fileadmin/content/Publikationen/MKM_NOE_Musikpaedagogische_Reihe_2026_Leseprobe.pdf

BILDUNGSREFORM

Zum Ferienbeginn berichtete der Standard von zentralen Ergebnissen der Arbeitsgruppe Bildung im Bund:

derStandard (2. Juli 2026)
Das gesamte Bildungspersonal zahlt bald der Bund
https://www.derstandard.at/story/3000000329737/das-gesamte-bildungspersonal-zahlt-bald-der-bund

[…] Das gesamte Personal – also neben Lehrkräften etwa auch Schulpsychologinnen, oder die neuen “Unterstützungspädagoginnen” – soll nach Stellenplänen vom Bund zugeteilt werden. Die Verantwortung über das gesamte Pflichtschulpersonal liegt künftig in den Ländern, jenes der Bundesschulen im Bund. Die Schulen würden zudem gestärkt, indem Schulleitungen das Personal direkt über die Bildungsdirektion abrufen können. Doch bis es soweit ist, dauert es. […]
SPÖ-Bildungssprecher Heinrich Himmer erwartet sich dadurch auch einen Anreiz, dass Schulen auf Ganztägigkeit umstellen. Denn: Wird ein Halbtags- zum Ganztagsstandort, gibt es weitere Stellen vom Bund. […]

Ein herzliches Dankeschön unseren ‘Informanten’ für’s aufmerksame Finden und Weitergeben der Neuigkeiten!

Schönen Sommer weiterhin!
Euer Infonetzwerk-Team

Infonetzwerk NÖ Musikschullehrer/innen
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INFO 651

Petition für Qualität an NÖ Musikschulen & Demo in Wr. Neudorf

Liebe Kolleg*innen, hiermit leiten wir die folgende Petition und Medienberichte weiter:

# # #

Petition der Elterninitiative Pro Musikschule NÖ:
Für den Erhalt und den Ausbau der Qualität an Niederösterreichs Musikschulen
https://mein.aufstehn.at/petitions/fur-den-erhalt-und-den-ausbau-der-qualitat-an-niederosterreichs-musikschulen

Durch die Verbandszusammenlegungen bei Musik- und Kunstschulen, und die damit einhergehenden Strukturveränderungen, ist die Basis der Kultur in Niederösterreich gefährdet. Wir fordern Weitblick und sinnvolle Veränderungen im Sinne der Gesellschaft, statt Zerstörung und Abbau von großartiger Qualität und Kompetenz.

F o r d e r u n g e n :

  1. Erhalt bewährter Leistungen
  2. Transparente Entscheidungsprozesse
  3. Einbindung der Betroffenen
  4. Schutz der künstlerischen und pädagogischen Freiheit
  5. Verhinderung unqualifizierter Entscheidungen
  6. Erhalt der Musikschulen als offene Bildungseinrichtungen

Wir appellieren an alle Entscheidungsträger:innen in Niederösterreich, die bedeutende Rolle und Verantwortung, die sie tragen, ernst zu nehmen und gemeinsam mit uns die Musikschulbildung auf hohem Niveau zu sichern.
Unterschreibt diese Petition und setzt ein Zeichen für die Zukunft der Musikschulen in ganz Niederösterreich!

https://mein.aufstehn.at/petitions/fur-den-erhalt-und-den-ausbau-der-qualitat-an-niederosterreichs-musikschulen

# # #

NÖN (07.07.2026) Bezirk Mödling (ANHANG)
Demo nach Kündigung des Ex-Musikschulleiters
Die Ära von Robert Rother in Wiener Neudorf ist zu Ende gegangen. Nicht friktionsfrei, ihm wurde angeblich wegen struktureller Auffassungsunterschiede gekündigt. Nach dem Protest waren die Verbandsverantwortlichen um Beruhigung der Situation bemüht.
https://www.noen.at/moedling/protestkundgebung-wirbel-um-kuendigung-des-ex-musikschulleiters-530059091

KURIER NÖ (13.07.2026)
“Mnozil-Brass”-Trompeter von Musikschule fristlos entlassen
https://kurier.at/chronik/niederoesterreich/fristlose-entlassung-musikschule-mnozil-brass/403175915

OTS (09.07.2026)
Ein Ort steht auf für seinen Musikschulleiter
Flashmob mit 300 Menschen vor dem Gemeinderat
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20260709_OTS0012/ein-ort-steht-auf-fuer-seinen-musikschulleiter

Infonetzwerk NÖ Musikschullehrer/innen
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INFO 650

PV-Plattform:
WIR für die Musikschulen in NÖ

Liebe Kolleginnen und Kollegen! 

Schulschluss ist nun auch im Übrigen für uns als Personalvertreter, allen voran für uns als die Gruppe “WIR für die Musikschulen in NÖ“, die wir uns nun seit November 2025 vor allem zum Ziel gesetzt haben, einerseits die großartige Aufbauarbeit von Martina Glatz in Sachen Wissen(saustausch)-Information-Recht (WIR) fortzuführen, und andererseits aber auch vor allem für euch (als mindestens 50 aktive PersonalvertreterInnen in NÖ) als ständiger Ansprechpartner zu fungieren.

W – Wissen
I – Information
R – Recht

Aus diesem Grund waren wir ja in diesem Frühjahr neben unseren eigenen Live- und Zoom-Events letztlich auch z.B. bereits beim “1. younion NÖ Personalvertreter:Innen-Treffen” des ÖGB bzw. der younion-Gewerkschaft am 22.4.2026 im St. Pöltner Hotel Metropol (siehe Fotos) erstmalig, auch lautstark, vertreten.

Fotos (ANHANG): https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2026/07/PV-Treffen-Fotos.pdf
Bericht younion: https://www.younion.at/ueber-uns/bundeslaender/niederoesterreich/1–noe-pv-treffen

In diesem Sinne also, und vor allem angesichts der großen Umstrukturierung in vielen Gemeinden mit vielen Zusammenlegungen und Betriebsübergängen: Erholsame Ferien auch von uns und auf viele neue aktive PVs sowie eine gute Zusammenarbeit auch im kommenden Schuljahr 2026/27!

Kontakt/Personen WIR:
Maria Udwardi, Gert Haussner, Martin Wöber
> 0664/73556464

+ + +

P.S. des Infonetzwerks:

Anleitung zur PV-Gründung / PV-Wahl:
Personalvertretung gründen für Musikschullehrer leicht gemacht
Vorsicht: Die Broschüre enthält die überholten Daten von der letzten allgemeinen PV-Wahl 2024!

Beim Erstellen von Wahlkalendern bei Neu-Gründungen von Personalvertretungen oder Neu-Wahlen nach Verbandszusammenlegungen kann die Gewerkschaft helfen:
https://www.younion.at/ueber-uns/bundeslaender/niederoesterreich/ansprechpartnerinnen

+ + +

P.P.S. von Martina Glatz:

Seit meine Musikschulausschuss-Kollegen und ich unsere Gewerkschafts-Funktionen zurückgelegt haben (siehe INFO 581*), und seit ich in dem Musikschulverband aufgehört habe, wo ich in der Personalvertretung tätig war, habe ich keine Funktion mehr.

Trotzdem stehe ich nach wie vor für Auskünfte zur Verfügung. Zwar bin ich auch nur Musikschullehrer wie ihr – und kein Jurist – teile aber gerne alles Wissen und alle Erfahrung, die ich zum Musikschullehrer-Dienstrecht und den rechtlichen Rahmenbedingungen des NÖ Musikschulwesens gesammelt habe.

Vorsicht! Mein Gewerkschaftshandy habe ich zurückgegeben und bin daher nur mehr unter den folgenden Kontaktdaten erreichbar – und zwar telefonisch, per SMS oder per e-Mail:
+43 699 12101502 | martina.isabel.glatz@gmail.com

* INFO 581: Rücktritt Musikschulausschuss Gewerkschaft
https://infonetzwerk.oberwalder.info/2024/01/info-581/

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INFO 649

Erinnerung an die neue Regelung zur Stundenreduktion

Liebe Kolleg*innen, denkt ihr eh noch daran, dass euch Stunden ohne eure Zustimmung nur bei einer Reduktion des Stundenkontingents in eurem Unterrichtsfach um 20 % oder mehr gekürzt werden können?

Aber liebes Infonetzwerk-Team, für mein Instrument gibt es mehrere Lehrkräfte, und ich habe keinen Überblick über die Anmeldungen. Ich weiß also gar nicht, ob sich die Stunden in meinem Unterrichtsfach reduziert haben – und schon gar nicht, um welchen Prozentsatz.

Liebe Kollegin / Lieber Kollege, wenn ihr eine Personalvertretung habt, sollte diese Zugang zu den entsprechenden Informationen haben, und zwar im Rahmen ihrer Mitwirkungsrechte bei der Änderung der Dienstpostenpläne (§ 25 NÖ GPVG).
Außerdem gibt es seit dem 1. September 2025 das Informationsfreiheitsgesetz (IFG). Damit kann jede Bürgerin / jeder Bürger Auskünfte beantragen, wie etwa zum Stand und der Zuteilung der Schüler*innen und Stunden im aktuellen Schuljahr, zu den Wartelisten im entsprechenden Unterrichtsfach, den Ab-, Um- und Anmeldungen fürs kommende Schuljahr, sowie eventuell – falls schon eingeteilt – sogar zur Verteilung der Stunden.

Liebes Infonetzwerk-Team, und was mache ich, wenn ich keine Auskunft bekomme?

Liebe Kollegin / Lieber Kollege, sicherheitshalber kann auch eine teilweise Auskunft beantragt werden, sollten die Daten z.B. noch nicht vollständig vorliegen (§ 9 IFG). Weiters kann man darum ersuchen, personenbezogene Daten gegebenenfalls zu anonymisieren und nur die nötigen Zahlen bzw. Prozente offenzulegen, um einer allfälligen Datenschutzproblematik vorzubeugen (§ 6 IFG). Um sich weitere Rechte vorzubehalten, kann für den Fall einer Auskunftsverweigerung außerdem ein entsprechender Bescheid beantragt werden (§ 11 IFG). Normalerweise müsste die Gemeinde / der Verband die IFG-Anfrage jedoch innerhalb der gesetzlichen Frist von 4 Wochen beantworten (§ 8 IFG).

Informationsfreiheitsgesetz (IFG):
https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20012537

NÖ Gemeinde-Personalvertretungsgesetz (NÖ GPVG) § 25:
https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Landesnormen/LNO40003227/LNO40003227.html

Hier nochmals die gesammelten INFOs zum Thema Stundenreduktion von der vorigen Schulschluss-INFO-Offensive zum Nachlesen:
Stundenreduktions-INFOs 2025:
https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2025/06/Stundenreduktions-INFOS.pdf
Bitte weiterleiten / weitersagen / teilen / verbreiten – dankeschön!

Einen schönen Schuljahres-Ausklang und erholsame Ferien!

Mit freundlichen Grüßen
Euer Infonetzwerk-Team

P.S.: 

Liebes Infonetzwerk-Team, gilt denn diese Regelung nicht nur für Verträge nach dem neuen Dienstrecht?

Liebe Kollegin / Lieber Kollege, diese neue Regelung (mit der Definition des Terminus “wesentlich” für Reduktionen ab 20 %) gilt ab dem 1. Jänner 2025 für ALLE Musikschullehrkräfte! Sie steht sowohl im neuen Dienstrecht (§ 111 Abs. 11 GBedG) als auch im für alle anderen weiterhin geltenden § 46c Abs.10 GVBG!

NÖ Gemeinde-Vertragsbedienstetengesetz (GVBG) § 46c (Abs.10):
https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Landesnormen/LNO40072097/LNO40072097.html

NEUES DIENSTRECHT: NÖ Gemeinde-Bedienstetengesetz (GBedG) § 111 (Abs.11):
https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Landesnormen/LNO40071971/LNO40071971.html

Weitere IRRTÜMER und deren Richtigstellung zum Thema Stundenreduktion zum Nachlesen unter:
IRRTÜMER Nr. 1: Stundenreduktion
https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2025/09/Irrtuemer01Stundenreduktion.pdf
Bitte weiterleiten / weitersagen / teilen / verbreiten – dankeschön!

Infonetzwerk NÖ Musikschullehrer/innen
www.noe-musikschulinfo.net
noe-mslehrer@gmx.at

Der Inhalt von verlinkten oder weitergeleiteten Nachrichten oder Texten spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung der Netzwerk-Betreiber wider. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Informationen kann keine Garantie übernommen werden. Alle Infomails stehen auf der Netzwerk-Homepage zum Nachlesen zur Verfügung. Bitte um kurze Rückmeldung an obige Mailadresse, falls Sie die Nachrichten des Infonetzwerks nicht mehr erhalten möchten.

INFO 648

Umfrage-Ergebnisse & Musikschulplan-Stellungnahmen

Liebe Kolleg*innen,

anbei die Ergebnisse der Umfrage Nr. 2 zu den Auswirkungen der Gesetzesänderungen 2 Jahre später.
https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2026/06/Umfrage-SS2026-Ergebnisse.pdf
(Wenn sich die Auswirkungen der Indikatoren abzeichnen, sind weitere Umfragen geplant…)

Zusammengefasst machen sich inzwischen erwartungsgemäß bereits mehr Veränderungen durch die neuen Gesetze bemerkbar. Dennoch haben sich die Werte seit der 1. Umfrage (2024) kaum grundlegend verändert. Die überwiegende Mehrheit der Teilnehmer*innen sieht der Zukunft des Musikschulwesens damals wie heute pessimistisch entgegen. Obwohl das Neue Dienstrecht bereits vor eineinhalb Jahren in Kraft getreten ist, und das neue Förderrecht bereits ab dem kommenden Schuljahr wirksam wird, fühlen sich die Teilnehmer*innen immer noch schlecht informiert – wobei ihnen die förderrechtlichen Änderungen (Novellen Musikschulgesetz und Musikschulplan) deutlich mehr Sorgen bereiten.

Auch die Kommentare zeugen mehrheitlich von negativer Stimmung: Viele Teilnehmer*innen beklagen mangelnde Planbarkeit, Unsicherheit, Willkür, … Aus den Zitaten:
…ich sehe mit großem Schrecken, wie hier ein bestehendes und bewährtes System runtergewirtschaftet und zerstört wird.
So viel jahrzehntelange Aufbauarbeit und Wertschöpfung wurde schon und wird gerade zunichte gemacht.
Ich finde es anmaßend und unverschämt uns diese Sparmaßnahmen als Qualitätssicherung/-verbesserung verkaufen zu wollen!
Worin sehen Sie die größten Herausforderungen in ihrem Beruf? –
Trotz aller Hindernisse, die sich in den Weg stellen, und trotz der Unsicherheit, die uns permanent begleitet (Stundenausmaß etc.) positiv motiviert einen qualitätsvollen Unterricht anbieten zu können.

Ergebnisse im Detail siehe folgender Link:

UMFRAGE Nr. 2 Auswirkungen der Gesetzesänderungen 2 Jahre später (06.02.2026 – 06.04.2026)
https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2026/06/Umfrage-SS2026-Ergebnisse.pdf

UMFRAGE Nr. 1 Auswirkungen der Gesetzesänderungen (20.03.2024 – 04.05.2024)
https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2024/05/Umfrage-SS2024-Ergebnisse.pdf

Hier die Links zu den angesprochenen Gesetzesänderungen bzw. neuen Gesetzen:

Vielen Dank für die zahlreiche Teilnahme an der Umfrage!
Bitte jetzt um eure Stellungnahmen zur geplanten Musikschulplan-Novelle!
(Bis zum 10. Juni 2026 ist noch Zeit!)

Wie bereits berichtet (INFO 647), ist inzwischen eine weitere einschneidende Änderung im Gange: Im NÖ Musikschulplan wurden unter anderem die neuen variablen Förderkriterien (Indikatoren) definiert. Außerdem enthält er die geplante neue Anzahl der Musikschulen (statt bisher 113 nur mehr 74), sowie deren vom Land geförderte Wochenstunden.

Bitte lasst eure bereits gemachten Erfahrungen mit den Verbandszusammenlegungen und deren Auswirkungen in eure Stellungahmen einfließen!
Werden etwa unterschiedliche Tarife bei Zusammenlegungen nach unten oder nach oben angeglichen?
Der Umfrage zufolge stellen Tariferhöhungen ein großes Problem dar, da dadurch sogar bereits Schüler*innen verloren gegangen sind und in weiterer Folge Stunden gekürzt wurden.

Bitte nehmt Stellung zum darin enthaltenen neuen “Musikschul-Entwicklungskonzept”:

“Leitbild:
Die Musikschulen bzw. Musik- und Kunstschulen in Niederösterreich verstehen sich als qualitativ hochwertige Bildungs- und Kulturinstitutionen, die flächendeckend hochwertige musikalische Ausbildung ermöglichen, gesellschaftliche Teilhabe fördern und künstlerische Entwicklungen unterstützen.
Das Land NÖ gewährleistet eine nachhaltige, planbare und zukunftsorientierte Finanzierung des Musik- und Kunstschulwesens und schafft damit Rahmenbedingungen für ein attraktives Berufsbild der Lehrenden.”

Erlebt ihr unser Berufsbild angesichts dieser Rahmenbedingungen als attraktiv?
Sind Förderkriterien “nachhaltig und planbar” (bzw. für wen), in die jederzeit “steuernd eingegriffen werden kann” (und zwar “anhand der Ergebnisse der statistischen Datenerfassungen im Monitoring des NÖ Musik und Kunstschulwesens durch Änderung dieser Indikatoren von der zuständigen Abteilung des Amtes der NÖ Landesregierung”)?

Bitte schickt eure Stellungnahmen an die Bürgerbegutachtungsstelle:
post.begutachtung@noel.gv.at

“Ziele und Entwicklung:
Die bestehenden Standorte von Musikschulen sollen auch künftig unter Einhaltung der vorhandenen hohen Qualitätsstandards erhalten bleiben und weiter ausgebaut werden. Ein umfassendes Fächerangebot soll gewährleistet und eine Weiterentwicklung der Musikschulen zu Musik- und Kunstschulen gefördert werden.
Musikschulen bzw. Musik- und Kunstschulen sollen weiterhin kulturelle Zentren in den Gemeinden sein und die Belebung regionaler Klangkörper sowie des gesellschaftlichen Lebens gewährleisten. Durch die Schaffung größerer Organisationseinheiten soll die Musikschulverwaltung optimiert und das Berufsbild für Musikschullehrende bzw. Musik- und Kunstschullehrende attraktiviert werden.”

Wird die Musikschulverwaltung durch größere Organisationseinheiten optimiert oder komplizierter, aufwendiger und kostspieliger?
Wird unser Berufsbild durch mehr Unterrichtsorte, mehr Auftrittsorte, mehr Fahrtwege und weitere Strecken attraktiviert?
Werden Fächerangebot und Standorte erhalten bleiben und ausgebaut werden, oder werden wenige, aber riesige Musikschulen langfristig eher schrumpfen?
Werden neue Kunstfächer zusätzlich eingeführt, oder auf Kosten musikalischer Fächer gefördert werden?

Hier nochmals die geplanten Indikatoren (neuen Förderkriterien) knapp zusammengefasst:

  • a) Veranstaltungen: 15 % der geförderten Wochenstunden (1 %)
  • b) Fächervielfalt:* mind. 1 Hauptfach der Sparte Kunst usw. (1,5 %)
  • c) Talenteanteil:* 10 % der Hauptfach-Schüler*innen (1 %)
  • d) Qualifizierungsanteil (ms1, ms2, mk3): 80 % der Wochenstunden (7,5 %)
  • e) Stundeneffizienz:* Kopfquote 1,5 Schüler*innen/Wochenstunde (2,5 %)
  • f) Kostenverteilung: Elternanteil mind. 27 % der Lehrpersonalkosten (1,5 %)

* …und Annahme der Prüfungsordnung (in 3 Indikatoren enthalten):

Was hat die Prüfungsordnung mit Fächervielfalt oder Stundeneffizienz zu tun?
Was hat die Prüfungsordnung mit dem Talenteanteil zu tun?

Übertrittsprüfungen sollen schließlich alle Schüler*innen machen!
Wie soll sich das bei max. 15 % Ergänzungsfächeranteil, max. 45 % 50minütigem Einzelunterricht und immer mehr Gruppenunterricht ausgehen?

“Das verstärkte Angebot von Gruppenunterricht bzw. Ergänzungsfächern fördert das gemeinsame Erarbeiten und Erlernen von Fertigkeiten und hat positive gemeinsame Erlebnisse der Schülerinnen und Schüler zur Folge, womit wichtige soziale und gesellschaftliche Aspekte gestärkt werden.”

Geht es dem Land NÖ bei der Forcierung von Gruppenunterricht um die positiven sozialen Erlebnisse der Schüler*innen?

Ihr habt keinen Überblick, ob eure Musikschule die Prozentsätze der Indikatoren erfüllt? –
Bitte fragt eure Musikschulleitungen oder Kolleg*innen aus den Sekretariaten!
Manche Zahlen kann man vielleicht auch bis zu einem gewissen Grad aus eigener Perspektive ‘hochrechnen’:

  • Habt ihr selbst eine Kopfquote von 1,5 Schüler*innen bzw. einen Anteil von 10 % – 45 % an 50minütigem Einzelunterricht?
  • Habt ihr in euren Instrumental-/Gesangs-Klassen einen 10 % Talenteanteil (Oberstufen-Schüler*innen und Teilnehmer*innen an Wettbewerben und Landesjugendorchestern)?
  • Machen eure Veranstaltungen 15 % eurer Wochenstunden aus?
  • Beträgt das Schulgeld eurer Musikschule 27 % eurer Personalkosten?

Wer sich immer noch nicht erklären kann, warum Kolleg*innen in der Umfrage Sparmaßnahmen befürchten, kann in den Erläuterungen nachlesen, dass zwar “weitere 513 Wochenstunden neu im Musikschulförderwesen zur Verfügung gestellt werden” (Erhöhung von 33.627 auf 34.140 Wochenstunden), gleichzeitig jedoch “durch die Änderung des NÖ Musikschulplans dem Land Niederösterreich keine zusätzlichen Kosten erwachsen”.

Wie kann das Land NÖ mehr als 500 Wochenstunden mehr fördern als im Vorjahr, ohne dass ihm zusätzliche Kosten entstehen?
Werden die Mehrkosten der Erhöhung der Wochenstunden durch den neuen fixen Förderanteil von 30 % der Personalkosten oder im Bereich der Strukturförderung wieder eingespart?
Oder sind die Indikatoren darauf ausgerichtet, dass die Musikschulen sie nicht alle erfüllen können?

NÖ Musikschulplan – Änderungen (2026/27):
Erläuterungen
Textgegenüberstellung

Bitte nehmt an der Bürgerbegutachtung teil:
https://www.noe.gv.at/noe/Kontakt-Landesverwaltung/NOe_Musikschulplan_Aenderung2.html

Alles Gute für den Schuljahres-Endspurt!

Mit freundlichen Grüßen
Euer Infonetzwerk-Team

Infonetzwerk NÖ Musikschullehrer/innen
www.noe-musikschulinfo.net
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Der Inhalt von verlinkten oder weitergeleiteten Nachrichten oder Texten spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung der Netzwerk-Betreiber wider. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Informationen kann keine Garantie übernommen werden. Alle Infomails stehen auf der Netzwerk-Homepage zum Nachlesen zur Verfügung. Bitte um kurze Rückmeldung an obige Mailadresse, falls Sie die Nachrichten des Infonetzwerks nicht mehr erhalten möchten.

INFO 647

Musikschulplan (Indikatoren, …)

Liebe Kolleg*innen,

jetzt ist es so weit:

Der NÖ Musikschulplan fürs nächste Schuljahr ist in der Bürgerbegutachtung:
https://www.noe.gv.at/noe/Kontakt-Landesverwaltung/NOe_Musikschulplan_Aenderung2.html

Bis 10. 6. 2026 können Stellungnahmen dazu abgegeben werden:
post.begutachtung@noel.gv.at

Anbei die beiden aussagekräftigsten pdf-Dateien:
+ Textgegenüberstellung
+ Erläuterungen

Hier einige der geplanten Änderungen aufgezählt:

  • insgesamt nur mehr 74 Musikschulen statt 113
  • Musikschulen und Musik & Kunstschulen statt Standard- und Regionalmusikschulen
  • Erwachsenenregelung ab 01.01.2027 im Musikschulgesetz (§ 12 Abs. 2) statt im Musikschulplan
  • Indikatoren (§ 3a) – unter anderem:
    • Prüfungsordnung in 3 von 6 Indikatoren enthalten *
    • verstärktes Angebot von Gruppenunterricht
    • 10 % Talenteanteil (Oberstufen-Schüler, Wettbewerbsteilnehmer, Landesjugendorchester)
    • Schulgeldeinnahmen (Elternanteil) mind. 27 % der Lehrpersonalkosten
    • mögliche Änderung der Indikatoren anhand jährlichem Musikschulmonitoring °
  • Aufnahme von 14 neuen Gemeinden, Austritt von 6 Gemeinden
  • umfangreiche Umschichtungen (Anlage 2) & zusätzliche geförderte Wochenstunden (Erläuterungen)
  • Leitbild (Musikschul-Entwicklungskonzept):
    “Das Land NÖ […] schafft damit Rahmenbedingungen für ein attraktives Berufsbild der Lehrenden.”

Was haltet ihr davon?
Bitte Stellung nehmen (Bürgerbegutachtung siehe oben)!

… gerne auch im Diskussionsforum:
https://414971.forumromanum.com/member/forum/forum.php?action=index&USER=user_414971

Mit freundlichen Grüßen
Euer Infonetzwerk-Team

* Petition gegen ein starres Übertrittsprüfungssystem – für Gestaltungsspielraum in den NÖ Musikschulen:
https://www.openpetition.eu/at/sspsz

° Musikschulmonitoring (MKM) – Downloads:
https://www.mkmnoe.at/service-fuer-schulen/allgemeine-informationen/musikschulmonitoring

Infonetzwerk NÖ Musikschullehrer/innen
www.noe-musikschulinfo.net
noe-mslehrer@gmx.at

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INFO 646

PV-Treffen: Samstag, 21.3.2026 – 10:00 – St. Pölten / Zoom

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

zum Frühlingsbeginn gibt es wieder ein Treffen der Personalvertreter/innen aus den NÖ Musikschulen:

Samstag, 21. März 2026, 10:00 Uhr
via Zoom / Restaurant Teatro (Heitzlergasse 1, Rathausplatz, St. Pölten, https://teatro-stp.at)

Bei Teilnahme vor Ort:
Bitte um Anmeldung bis kommenden Mittwoch, 18. März 2026,
bei Martin Wöber: +43 664 73556464 | martin.woeber@gartendergenerationen.net

Bei Teilnahme via Zoom:
Bitte um Anmeldung bis kommenden Freitag, 20. März 2026,
bei Martina Glatz: +43 699 12101502 | martina.isabel.glatz@gmail.com
(Danke für die nochmalige technische Unterstützung!)

Wir freuen uns auf einen ebenso regen Austausch wie beim Treffen im Herbst!

Mit lieben Grüßen
Martin Wöber & das PV-Team WIR für die NÖ Musikschulen


P.S. des Infonetzwerks:

Erinnerung PETITION
gegen ein starres Übertrittsprüfungssystem –
für Gestaltungsspielraum in den NÖ Musikschulen
:
https://www.openpetition.eu/at/sspsz

Erinnerung UMFRAGE
Auswirkungen der Gesetzesänderungen –
2 Jahre nach den Gesetzesbeschlüssen
:
https://shorturl.at/bnNsH

Die Fortsetzung der IRRTÜMER-Reihe ist in Arbeit.
Hier Links zu allen bisherigen Informationen:

  1. IRRTÜMER : Stundenreduktion
    https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2025/09/Irrtuemer01Stundenreduktion.pdf
  2. IRRTÜMER : Verträge & Einstufung
    https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2025/09/Irrtuemer02VertraegeEinstufung.pdf
  3. IRRTÜMER : Befristung & Vertretung
    https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2025/10/Irrtuemer03BefristungVertretung.pdf
  4. IRRTÜMER : neue Verbände (Betriebsübergang)
    https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2025/10/Irrtuemer04VerbaendeBetriebsuebergang.pdf
  5. IRRTÜMER : Fahrtkostenzuschuss, Reisegebühren, …
    https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2025/10/Irrtuemer05FahrtkostenReisegebuehren.pdf
  6. IRRTÜMER : Interessenvertretung
    https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2025/11/Irrtuemer06Interessenvertretung
  7. IRRTÜMER : Dienstmittel & Räumlichkeiten
    https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2025/11/Irrtuemer07DienstmittelRaeume.pdf
  8. IRRTÜMER : Jahresarbeitszeit (Töpfe)
    https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2025/11/Irrtuemer08Jahresarbeitszeit.pdf
  9. IRRTÜMER : Pausen (vs Organisationszeit)
    https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2025/11/Irrtuemer09Pausen.pdf
  10. IRRTÜMER Nr. 10: Wertigkeiten (für Gruppenunterricht und Ergänzungsfächer)
    https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2026/01/Irrtuemer10Wertigkeiten.pdf
  11. IRRTÜMER Nr. 11: Leasing (Personalüberlassung / Arbeitskräfteüberlassung)
    https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2026/01/Irrtuemer11Leasing.pdf
  12. IRRTÜMER Nr. 12: Fortbildungen (Weiterbildungen)
    https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2026/01/Irrtuemer12Fortbildungen.pdf
  13. IRRTÜMER Nr. 13: Nebenbeschäftigung
    https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2026/02/Irrtuemer13Nebenbeschaeftigung.pdf
  14. IRRTÜMER Nr. 14: Jubiläumszuwendung / Jubiläumsbelohnung
    https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2026/03/Irrtuemer14Jubilaeumszuwendung.pdf

Infonetzwerk NÖ Musikschullehrer/innen
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INFO 645

IRRTÜMER: Jubiläumszuwendung & Appell: Nebenbeschäftigung

Liebe Kolleg*innen,

bitte nicht vergessen, die Petition zu unterschreiben und weitere Unterstützer zu mobilisieren, bevor mögliche Beschlüsse zur Prüfungsordnung als Indikator für Landesfördermittel im Musikschulbeirat fallen (dessen Sitzungen normalerweise um diese Jahreszeit stattfinden):

PETITION
gegen ein starres Übertrittsprüfungssystem –
für Gestaltungsspielraum in den NÖ Musikschulen
:
https://www.openpetition.eu/at/petition/kommentare/gegen-ein-starres-uebertrittspruefungssystem-fuer-gestaltungsspielraum-in-den-noe-musikschulen

Im Anhang nochmals die Textvorlage fürs Weiterleiten an Schüler*innen und ihre Eltern:
https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2026/02/Petition-Pruefungsordnung-Textvorlagen-Eltern.pdf

+ + +

Die Umfrage zu den Auswirkungen des neuen Dienst- und Förderrechts läuft noch einen Monat lang. Bitte teilnehmen und den Link ebenfalls an Kollegen weiterleiten!

UMFRAGE
Auswirkungen der Gesetzesänderungen –
2 Jahre nach den Gesetzesbeschlüssen

https://xn--ms-n-8qa.services4science.com/survey/index.php/235755?lang=de

+ + +

Anbei außerdem die Fortsetzung der Irrtümer-Reihe mit Informationen zur Jubiläumszuwendung beziehungsweise (im neuen Dienstrecht) Jubiläumsbelohnung. Bei diesem Thema sind die Regelungen im bisherigen und weiterbestehenden Dienstrecht im Vergleich zum neuen Dienstrecht grundsätzlich verschieden. Um sie gut unterscheiden zu können, sind die Infos fürs neue Dienstrecht in der beiliegenden Datei kursiv markiert:

IRRTÜMER Nr. 14: Jubiläumszuwendung / Jubiläumsbelohnung
https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2026/03/Irrtuemer14Jubilaeumszuwendung.pdf

Im weiter bestehenden Dienstrecht hat man nach 25 und 40 Jahren (vollangerechnete Vordienstzeiten mitgezählt) Anspruch auf eine Jubiläumszuwendung in Form des doppelten beziehungsweise vierfachen Monatsbezugs.
Im neuen Dienstrecht bekommt man als Jubiläumsbelohnung nach 5 Jahren 50 %, nach 10 und 15 Jahren 100 %, nach 25 Jahren 150 %, nach 40 Jahren 200 % des Monatsbezugs (wobei nur die unmittelbaren Dienstjahre bei der jeweiligen Musikschule mitgerechnet werden).

+ + +

Abschließend ein Appell einer Musikschulleitung zur vorigen INFO 644 zum Thema Nebenbeschäftigung, der sich an ihre Leiter-Kolleg*innen richtet:

Unsere IGP-Ausbildung ist eine künstlerisch-pädagogische.

Wenn wir im Lauf unserer Arbeit beide Aspekte regelmäßig weiterpflegen, kann sich das nur positiv auf den Unterricht auswirken. Schüler merken und gutieren das auch, wenn ihre Lehrkraft selbst auftritt, öffentlich spielt – eine künstlerische Persönlichkeit ist und hat – und ihre Erfahrungen aus der Band oder aus dem Orchester im Unterricht die Qualität heben.

Umgekehrt merkt man es auch, wenn Kolleginnen oder Kollegen nicht mehr auftreten – abgesehen davon das sich dieses Bewusstsein, wenn sie nicht mehr spielen und ihr Potential, sich öffentlich auszudrücken, nicht mehr trainieren und erweitern, und sie irgendwann nicht mehr gefragt sind, auch auf ihr persönliches Wohlbefinden auswirkt. Das merken dann auch die Schüler*innen.

Genau dafür haben wir aber ein Jahresarbeitszeitmodell: Wenn mal eine Tournee oder Konzerte anstehen, dann sollte es aus dem Berufsbild heraus jeder Leitung wichtig sein, dass ihre Lehrer*innen diese Tätigkeiten auch wahrnehmen! UND/DENN wir haben eine ganzes Jahr Zeit, die Stunden wieder reinzuholen …

INFO 644: IRRTÜMER: Nebenbeschäftigung
https://infonetzwerk.oberwalder.info/2026/02/info-644/

+ + +

Alle bisherigen Irrtümer sind auch auf der Informationsseite der Infonetzwerk-Homepage zu finden:

https://infonetzwerk.oberwalder.info/informationen/
(Informationen alphabetisch nach Themen geordnet,
weiter bestehendes und neues Dienstrecht gegenübergestellt)

Mit freundlichen Grüßen
Euer Infonetzwerk-Team

Infonetzwerk NÖ Musikschullehrer/innen
www.noe-musikschulinfo.net
noe-mslehrer@gmx.at

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INFO 644

IRRTÜMER: Nebenbeschäftigung

Liebe Kolleg*innen,

das Dienstrecht ist darauf ausgerichtet, dass man 1 Arbeitgeber hat und vollbeschäftigt ist oder zumindest von 1 Beschäftigungsverhältnis leben kann. Zusätzliche “Nebenbeschäftigungen” sind (wie bereits im Namen zum Ausdruck kommt) nur vereinzelt, außertourlich, geringfügig – eben nebenbei – vorgesehen.

Die Realität im NÖ Musikschulwesen sieht anders aus:

Laut Musikschul-Monitoring haben nur ca. 12 % der Lehrkräfte eine insgesamt (!) volle Lehrverpflichtung, und nur 37 % davon sind bei nur 1 Dienstgeber beschäftigt! 421 Lehrende unterrichten an 2 Musikschulen. 78 Lehrende waren im vorvorigen Schuljahr an 3 und mehr (bis zu 5 (!)) Musikschulen tätig. In den zusammenfassenden Kernaussagen des Monitorings wird das dann als “attraktives Umfeld für Teilzeit und Vollzeit” bezeichnet (S. 7).
https://www.mkmnoe.at/fileadmin/content/service_fuer_schulen/Final_mkm_Musikschul_Monitoring_2023_2024_WEB.pdf

Das Konzept einer “Nebenbeschäftigung” ist auf einen künstlerisch-pädagogischen Beruf wie den des Musikschullehrers kaum anwendbar, umso weniger noch in einem kommunalen Musikschulwesen, in dem Teilzeit überwiegt und man bei jeder Gemeinde / jedem Verband extra angestellt ist. Vielmehr gehen fast alle mehrfach in Teilzeit tätigen Lehrkräfte gleichwertigen Beschäftigungen nach, entweder in mehreren Musikschulen, oder in verschiedenen Schultypen, oder in pädagogischen und künstlerischen Tätigkeiten parallel. Das führt naturgemäß nicht nur zu Irrtümern, sondern vor allem zu Konflikten.

Im bisherigen Dienstrecht ist nicht geregelt, wer im Fall von Terminkollisionen quasi mehr ‘Anspruch’ auf einen mehrfach beschäftigten Musikschullehrer hat. Im neuen Dienstrecht hat nun “die dienstliche Tätigkeit Vorrang gegenüber einer Nebenbeschäftigung” – auch wenn der Vertrag mit der (chronologisch gesehen) ersten Musikschule womöglich weniger Stunden oder Unterrichtstage umfasst als die zweite ‘Nebenbeschäftigung’ (aus Sicht des ersten Dienstgebers). Ob sich diese Regelung als hilfreich erweist, wird sich zeigen …

In der Praxis beruht unsere Tätigkeit auf sehr viel Flexibilität und Einverständnis mit den Schülern und deren Eltern ebenso wie mit den Musikschulleitungen. Vor allem mit geringer Lehrverpflichtung kann man daher nur auf Verständnis hoffen, dass man von einer Teilbeschäftigung nicht leben kann und anderen Tätigkeiten nachgehen muss, um Miete zu zahlen / Familien zu versorgen etc. Daher wieder mal ein Dankeschön an alle Dienstgeber, die auf den Teilzeitfaktor ihrer Lehrkräfte Rücksicht nehmen, oder Spielraum und beiderseitiges Entgegenkommen sogar zu schätzen wissen!

http://www.netzwerk.oberwalder.info/content/Anlagen/Cartoons/MS06Nebenbeschaeftigung.jpg

Anbei die verbreitetsten Irrtümer zum Thema Nebenbeschäftigung:

Irrtümer Nr. 13: Nebenbeschäftigung
https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2026/02/Irrtuemer13Nebenbeschaeftigung.pdf

Bitte vor allem die Meldepflicht beachten!

Zum Thema Meldepflichten siehe auch INFO 547:
Rechtsschutz-Erfolg: Überstellung (ms1 statt ms4) & Meldepflichten
https://infonetzwerk.oberwalder.info/2023/05/info-547/

Information: Meldepflichten & Anträge
https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2023/05/Meldepflichten.pdf
(Vorsicht: Info aus dem Jahr 2023 – nicht mehr alles aktuell!
z.B. Fahrtkostenzuschuss im neuen Dienstrecht abgeschafft,
neue Telefonnummer Martina Glatz: +43 699 12101502, …)

Mit freundlichen Grüßen
Euer Infonetzwerk-Team

P.S. n i c h t v e r g e s s e n :

PETITION
gegen ein starres Übertrittsprüfungssystem –
für Gestaltungsspielraum in den NÖ Musikschulen
:
https://www.openpetition.eu/at/sspsz

UMFRAGE
Auswirkungen der Gesetzesänderungen –
2 Jahre nach den Gesetzesbeschlüssen

https://shorturl.at/bnNsH

Die Änderungen des Dienst- und Förderrechts für die NÖ Musikschulen sind vor 2 Jahren beschlossen worden. Das neue Dienstrecht ist inzwischen in Kraft getreten (und gilt seit 2025 für neue Verträge). Das neue Förderrecht wird ab dem kommendem Schuljahr wirksam (Schuljahr 2026/27 = Förderjahr 2027).
Um keine Fördergelder einzubüßen, haben sie viele ‘zu kleine’ Musikschulen (Verbände) schon zu (größeren) Verbänden zusammengeschlossen, viele sind gerade dabei.

Welche Veränderungen sind an Ihrem Standort bereits spürbar?
Wie wirken sich die neuen Regelungen in der Praxis aus?

Infonetzwerk NÖ Musikschullehrer/innen
www.noe-musikschulinfo.net
noe-mslehrer@gmx.at

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