Finger weg von Musikschulverwaltung auf privaten Geräten!
Liebe Kolleg*innen!
- Wusstet ihr, dass nicht alle NÖ Musikschullehrkräfte Daten in EdWin selbst bearbeiten?
- Glaubt ihr, dass es unbedenklich ist, Schülerdaten auf euren privaten Geräten zu verwalten?
- Habt ihr eine Vorstellung, wie Daten sich unmittelbar auf eure zukünftige Arbeitssituation auswirken können?
ad 1. Wer Zugang zur Musikschulverwaltungssoftware hat und wer welche Daten bearbeitet, ist in den NÖ Musikschulen völlig unterschiedlich geregelt. Es gibt Musikschulen, wo Lehrkräfte überhaupt keinen Zugang zu EdWin haben. In anderen Musikschulen werden sie hingegen sogar dazu angehalten, Schüler-Stammdaten einzugeben und zu verwalten.
Das ist nicht unsere Aufgabe!
Dafür werden wir nicht bezahlt!
(Dafür werden vielmehr administrative Mitarbeiter neuerdings sogar gefördert:
https://www.mkmnoe.at/fileadmin/content/service_fuer_schulen/Strukturf%C3%B6rderung_Verwaltung.pdf)
Dafür stehen in den meisten Fällen ohnehin keine ausreichenden Geräte zur Verfügung!
Private Geräte zu verwenden, ist jedenfalls keine Option!
Denn:
ad 2. Dienstmittel müssen vom Dienstgeber zur Verfügung gestellt oder die Verwendung privater Geräte mit einer Aufwandsentschädigung vergütet werden. Der Dienstgeber kann Lehrkräften nicht anordnen, ohne Entschädigung private Geräte zu verwenden, und schwerlich vorschreiben, irgendwelche Software auf privaten Geräten zu installieren (weder Apps noch die nötigen Firewalls oder Virenschutzprogramme für die Nutzung browserbasierter Anwendungen in Internet). Daher sollten insbesondere bei der Verarbeitung personenbezogener Schülerdaten unbedingt nur vom Dienstgeber bereitgestellte Geräte verwendet werden. Alles andere wäre datenschutzrechtlich problematisch!
IRRTÜMER: Dienstmittel & Räumlichkeiten
https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2025/11/Irrtuemer07DienstmittelRaeume.pdf
ad 3. Ab dem kommenden Schuljahr gelten neue Förderkriterien (Indikatoren), die vom so genannten Musikschul-Monitoring abgeleitet wurden, das wiederum hauptsächlich auf Daten aus der Verwaltungssoftware beruht. Diese Indikatoren können jederzeit nachjustiert werden. Je mehr Daten im Detail vorliegen, umso leichter kann das Land seine Indikatoren gezielt anpassen, um die Planbarkeit seiner Finanzierung nachhaltig abzusichern. Daher muss es unser Ziel sein, nicht noch mehr Daten bekannt zu geben als ohnehin unvermeidlich ist!
Die Indikatoren werden sich auf unseren Arbeitsalltag auswirken – manche unmittelbar (Prozentsatz an Veranstaltungen, Talenteanteil, Prüfungsordnung, Kopfquote, Anteil 50minütigen Einzelunterrichts, …) – andere indirekt (Elternanteil bei Schulgeldeinnahmen, Fächervielfalt, …).
Bitte minimiert die Dateneingabe so gut wie möglich und befördert keinesfalls ohne Not das Sammeln von Daten!

- Verwaltungsaufgaben gehören zur Verwaltung!
- Dienstliche Daten gehören auf dienstliche Geräte!
- Daten gehören geschützt und minimiert!
Schöne restliche Ferien!
Mit freundlichen Grüßen
Euer Infonetzwerk-Team
Neues Musikschulverwaltungsprogramm ARTus:
https://www.mkmnoe.at/artus
Musikschul-Monitoring:
https://www.mkmnoe.at/service-fuer-schulen/allgemeine-informationen/musikschulmonitoring
Indikatoren (NÖ Musikschulplan § 3a):
https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Landesnormen/LNO40087981/LNO40087981.html
—
Infonetzwerk NÖ Musikschullehrer/innen
www.noe-musikschulinfo.net
noe-mslehrer@gmx.at
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