INFO 578

Jahresrückblick 2023 – Prosit 2024

Liebe Kolleg*innen,

hiermit leiten wir einen Jahresrückblick von Martina Glatz weiter
und wünschen alles Gute im Neuen Jahr!

  • 12 Monate Frieden
  • 52 Wochen Füreinandereinstehen
  • 366 Tage Gesundheit
  • 8 784 Stunden Zufriedenheit
  • 527 040 Minuten Durchhaltevermögen
  • 31 622 400 Sekunden so wenig Stress, dass Durchhalten gar nicht nötig ist

Euer Infonetzwerk-Team


RÜCKBLICK & AUSBLICK

Kaum erholt von der Coronakrise, oder sogar noch von deren Auswirkungen beeinträchtigt, war 2023 nicht minder ereignisreich:

Im letzten Jahr haben wir erlebt, wie die umfassendsten Verschlechterungen, von denen das nö Musikschulwesen je betroffen war, in beispielloser Ungerührtheit und Schonungslosigkeit durchgezogen wurden, wie demokratische Prinzipien unterwandert und massive Missstände auch noch zynisch als Verbesserungen dargestellt wurden.

Obwohl Tempo und Aggressivität ein neues Ausmaß angenommen hatten, hatten wir – traurig genug – von den politischen Verantwortlichen nichts anderes erwartet. Jedoch mussten wir auch erleben, wie Menschen, bei denen wir Schutz und Unterstützung gesucht hatten, uns nicht nur nicht geholfen, sondern uns verleugnet, ignoriert, angelogen, gedroht, hingehalten, ausgebremst, ja sogar ausgespielt haben. Das war eine neue Erfahrung und herbe Enttäuschung.

Aber wir haben in den letzten Monaten auch einen einzigartigen Zusammenhalt erlebt. Meine Kollegen vom Musikschulausschuss und vom Infonetzwerk haben eine enorme Bestärkung und Wertschätzung für ihre ehrenamtliche Interessenvertretungstätigkeit bekommen – vielen Dank! Wir haben erlebt, 

  • wie unglaublich viele Musikschullehrer aktiv geworden sind und zusammengeholfen haben,
  • wie erfahrene Personalvertreter über sich hinaus gewachsen sind, Tage und Nächte, Wochenenden und Ferien investiert und innerhalb kürzester Zeit aufwendige Aktionen auf die Beine gestellt haben,
  • wie Kollegen, die davor noch nie mit Rechtsfragen zu tun hatten und bestimmt nicht Musik studiert hatten, um Gesetzestexte zu lesen, sich informiert haben, um Propaganda von Fakten zu unterscheiden und für Verbesserungen einzutreten, 
  • wie Musikschulleitungen und Interessenvertretungen am selben Strang gezogen haben, 
  • wie die Vertreter der nächsten Lehrergeneration sich voller Idealismus, Schwung und Energie für unsere gemeinsame Zukunft eingesetzt haben, 
  • wie uns überregionale Institutionen, Vertreter politischer (Oppositions-)Parteien und der Medien unterstützt haben…

Wir haben die Erfahrung gemacht, in welcher Geschwindigkeit und Reichweite wir Kollegen, aber auch Schüler und Eltern mobilisieren können, wenn wir zusammenarbeiten.

Und doch konnte die Solidarität im Zuge der Protestmaßnahmen gegen die Gesetzesänderungen die Welle an Kollegialität nicht überbieten, die wir in der ersten Jahreshälfte erlebt haben, nachdem die Medien in nie dagewesener Weise Missstände in einzelnen Musikschulen und strukturelle Mängel im gesamten System aufgedeckt haben. Damals sind sogar Musiker und Pädagogen, die schon gar nicht mehr im nö Musikschulwesen tätig sind und selbst nichts mehr davon hatten, für ihre ehemaligen Kollegen und Schüler eingestanden. Aber auch von den weiterhin Beschäftigten, die viel zu verlieren hatten, haben nicht nur etliche Opfer selbst, sondern auch Kollegen, die gar nicht unmittelbar betroffen waren, ihre Jobs aufs Spiel gesetzt und sind mutig gegen Missbrauchsfälle vorgegangen.

Auch damals konnte nicht allen Leidtragenden geholfen werden und nicht alle Schwierigkeiten ausgeräumt werden. Aber einzelne Erfolge wurden erreicht, mit denen niemand gerechnet hatte.

  • Die Dienstverhältnisse zweier Direktoren wurden beendet.
  • Eine Ombudsstelle wurde eingerichtet, an die man sich auch anonym wenden kann.
  • Durch die Meldung der Beschwerden von der Ombudsstelle an die Bildungsdirektion – die als Schulbehörde die Aufgabe hat, etwa die Verwendung neu bestellter Leiter bei Nichteignung zu untersagen – hat auch deren Aufsichtsfunktion eine ungeahnte Dimension bekommen.
  • Der Landesrechnungshof hat neuerlich mit einer Prüfung der Musikschulfinanzierung begonnen.
  • Frau Dr. Hahn hat die Geschäftsführung der Förderstelle MKM zurückgelegt…

In den kommenden Jahren stehen tiefgreifende Umstrukturierungen der gesamten Musikschullandschaft bevor, bei denen es wichtig sein wird, dass wir diese mitgestalten. Dabei kommt den Personalvertretungen in den einzelnen Gemeinden oder Verbänden entscheidende Bedeutung zu. Im kommenden Semester finden die Wahlen statt. Halten wir weiterhin zusammen, vernetzen wir uns, unterstützen wir uns gegenseitig! Helfen wir allen, die noch keine Personalvertretung haben, eine zu gründen!

PERSONALVERTRETUNGSWAHLEN: DONNERSTAG 13.06.2024

+ Info-Veranstaltung: Montag, 15.01.2024, 9:00, Krems / online (INFO 570)
+ Info-Broschüre: http://tinyurl.com/yugcfpzt
+ Mailverteiler (Begleitung durchs Wahlprozedere): martina.isabel.glatz@gmail.com

Motto für die Personalvertretungswahlen 2024:
„The People United Will Never Be Defeated!“ (Frederic Rzewski)
https://www.youtube.com/watch?v=8FNPsnCZQj0

P.S.:

Abschließend eine Bitte um Entschuldigung, dass ich im letzten Herbst nicht mehr geschafft habe, alle Anfragen zu beantworten! Nachdem die Termine und Fristen im Zusammenhang mit den Gesetzesänderungen fürs Erste vorbei sind, beginnt das Neue Jahr hoffentlich etwas ruhiger. Daher bitte nicht aufgeben und in dringenden Fällen anrufen!

Hier außerdem alle Ansprechpartner des Musikschulausschusses:
https://infonetzwerk.oberwalder.info/wp-content/uploads/2023/12/Musikschulausschuss-Ansprechpartner.pdf

Mit den besten Wünschen für 2024
und freundlichen Grüßen,

Martina Glatz
+43 664 6145370
martina.isabel.glatz@gmail.com

Infonetzwerk NÖ Musikschullehrer/innen
www.noe-musikschulinfo.net
noe-mslehrer@gmx.at

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